Eigenbetrieb Wasser und Energie Kümmersbruck legte vor Gemeinderat Zahlen vor
Wasserpreis kaum noch zu halten

Politik
Kümmersbruck
11.04.2016
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Voraussichtlich werden die Bürger für Trinkwasser künftig tiefer in die Tasche greifen müssen. Das kündigte Günter Karzmarczyk, der Werkleiter des Eigenbetriebs Wasser und Energie Kümmersbruck, vor dem Gemeinderat an.

Kümmrsbruck. (e) Durch den Gemeinderat einstimmig erfolgt ist der Erlass der Haushaltssatzung samt Haushaltsplan der Gemeinde sowie des Wirtschaftsplans für den Eigenbetrieb Wasser und Energie (WEK) für 2016. Der von Werkleiter Günter Karzmarczyk vorgelegte Wirtschaftsplan 2016 des gemeindlichen Eigenbetriebes schließt im Erfolgsplan in den Erträgen mit 968 000 Euro und bei Aufwendungen mit 1 008 000 Millionen Euro ab, so dass sich ein Verlust von 40 000 Euro ergibt. Der Vermögensplan umfasse in Einnahmen und Ausgaben je 893 000 Euro. Beschlossen hat der Gemeinderat auch den vorgelegten Finanzplan und das Investitionsprogramm für 2015 bis 2019. Demnach standen 2015 Ausgaben von 1 115 000 Millionen Euro an, 2016 solche in Höhe von 760 000 Euro. Der Finanzplan schließe für 2015 mit 1 242 000 Millionen Euro, heuer mit 893 000 Euro ab.

Verlust von 35 000 Euro


Der Erfolgsplan 2016 weist für die Wasserversorgung Erträge von 708 000 Euro (Vorjahr 687 000 Euro) auf, Aufwendungen in Höhe von 743 800 Euro (Vorjahr 686 100) - ein Verlust von 35 000 Euro (Vorjahr plus 1700). Der Erfolgsplan für den Betriebszweig Nahwärmeversorgung erwirtschaftet 2016 Erträge von 220 700 Euro (200 200), hat Aufwendungen von 230 700 Euro (202 200) und somit einen Verlust von 10 000 Euro (minus 2000). Der Erfolgsplan für Stromerzeugung aus erneuerbaren Energien 2016 verzeichnet Erlöse von 38 500 Euro (12 000), Aufwendungen von 33 500 Euro (6800) und somit einen Gewinn von 5000 Euro (5200).

Die Kassenlage sei 2016 überwiegend positiv gewesen, berichtete Karzmarczyk, die Liquidität stets gewährleistet gewesen. Zum 1. Januar 2016 betrug das Guthaben rund 302 000 Euro, für 2016 sei nicht auszuschließen, dass ein Kredit in Anspruch genommen werden müsse, Höchstbetrag 140 000 Euro.

Durch die zuletzt fremdfinanzierten kostenintensiven Investitionen (Sanierung Hochbehälter Penkhof, Leitungsnetzerneuerungen) hat sich laut Karzmarczyk die Ertrags- und Finanzlage des WEK wesentlich verschlechtert. Alles in allem beabsichtige der Eigenbetrieb, heuer eine kostendeckende Gebührenkalkulation aufzustellen. Eine Erhöhung der Wassergebühren dürfte unumgänglich sein, ließ Karzmarczyk dem Gemeinderat wissen.

Wie vor Sanierung


Bei der Nahwärmeversorgung gab es 2014 ein Defizit von 8346 Euro, für 2015 müsse ebenfalls mit negativem Ergebnis gerechnet werden. Das hänge mit dem Hallenbad zusammen. Nachdem dessen Sanierung abgeschlossen sei, rechne der Eigenbetrieb, trotz der energetischen Maßnahmen, wegen des neuen Aquafit-Beckens mit dem gleichen Wärmebedarf wie vor der Sanierung.

Mit dem Wärmepreis von netto 80 Euro pro MWh wurde laut Karzmarczyk im Betriebsjahr 2013 ein Gewinn von rund 20 000 Euro verbucht. Nach Ablauf von 2016 werde eine Überprüfung der Kostendeckung vorgenommen. Im Falle einer Unterdeckung erfolge eine Neukalkulation des Wärmepreises.

Der vom Wasserkraftwerk Theuern und den Photovoltaikanlagen im Wasserwerk Penkhof erzeugte Strom werde ins Stromnetz eingespeist und vom Netzbetreiber garantiert abgenommen - mit einem Vergütungssatz von 11,67 Cent/kWh (Wasserkraftwerk Theuern) bzw. 28,19 Euro (PV-Anlagen).

Insgesamt, so Werkleiter Karzmarczyk, gebe es in allen Zweigen des Eigenbetriebes WEK gegenwärtig keine größeren technischen oder auch wirtschaftlichen Risiken. "Es werden auch künftig große Anstrengungen unternommen, damit zu jeder Zeit und in ausreichender Menge qualitativ einwandfreies Trinkwasser zur Verfügung gestellt werden kann und auch die Wärmekunden mit ausreichender Wärme versorgt werden", bekundete Karzmarczyk.
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