Endlich ist die Straße fertig

Politik
Kümmersbruck
22.12.2015
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Endlich. Mit diesem einen Wort sprach Landrat Richard Reisinger vermutlich vielen Baustellen-geplagten Anwohnern und Autofahrern aus dem Herzen: Gestern wurde die Kreisstraße 27 in Kümmersbruck offiziell eingeweiht.

Kümmersbruck. (eik) "Wir wissen, was wir Ihnen da zugemutet haben", sagte Reisinger zu den Anwohnern, die wie Vertreter der beteilgten Institutionen und Firmen eingeladen waren: "Aber wir wissen nicht, wie wir es hätten anders machen können." Damit sprach der Landkreis-Chef die mit der notwendigen Straßensperrung verbundenen Unannehmlichkeiten an.

In die Tat umgesetzt worden sei damit ein lang ersehntes Vorhaben. Ein Projekt dieses Ausmaßes könne man "nicht geräuschlos" über die Bühne bringen, meinte Reisinger angesichts eines "holprigen Starts", der mit einigen Beschwerden verbunden war.

Inzwischen sei das Mammutprojekt gut über die Bühne gebracht worden, samt Radweg und Querungshilfe. Wie umfassend der Ausbau war, zeigte die Auflistung der Beteiligten: Landkreis, Gemeinde, "Wasser Energie Kümmersbruck", Stadtwerke Amberg, Bayernwerk, Telekom und Kabel Deutschland.

"Herausgekommen ist ein vernünftiges 1,3-Millionen-Projekt", bilanzierte Reisinger zufrieden - von dem er hoffe, "dass es auch der Verkehrssicherheit Rechnung trägt". Durch die mehrmonatige Sperre und Umleitung der AS 27 sei erst bewusst geworden, wie stark frequentiert diese Kreisstraße ist.

Bürgermeister Roland Strehl räumte ein, er haben nicht gewusst, "auf was wir uns da einlassen": Er sei überrascht gewesen von einigen "heftigen Reaktionen" und habe auf jeden Fall "wahnsinnig viel dazugelernt". Umso stolzer sei er nun auf das Ergebnis und "dankbar allen, die das ertragen haben" sowie den Anliegern, die für den Ausbau Grund abgetreten hatten. Anerkennung zollte Strehl auch den beteiligten Firmen: Die hätten sich "einiges anhören müssen", hätten aber auch schöne Erfahrungen gemacht - wie eine Tasse Kaffee von Anwohnern für die Bauarbeiter. Die Gemeinde hat laut Strehl 400 000 Euro investiert. "Eine gelungene Sache", fand Strehl. Sichtbar sei dies freilich nur an den neuen Gehsteigen, denn alles andere - Kanal und Wasser - sei unterirdisch verbaut. (Blickpunkt)

"Alles, was neu ist, ist ungewohnt", meinte Bürgermeister Roland Strehl bei der Einweihung der AS 27. Deren Verlauf hat sich mit dem Ausbau leicht geändert, hinzugekommen ist unter anderem eine Verkehrsinsel. Die, meinte der Gemeindechef, sie bereits "eingeweiht" worden - "mit einem schönen Feuerwehreinsatz", wie er scherzhaft hinzufügte: Eine ältere Dame habe die neue Anlage glatt übersehen und sie mit ihrem Auto einfach überfahren.

Wir wissen, was wir Ihnen da zugemutet haben.Landrat Richard Reisinger zu den Anliegern der AS 27
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