Gemeinderat beschließt Auswahlverfahren für demografisches Wohnen
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Politik
Kümmersbruck
10.10.2016
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Der Gemeinderat Kümmersbruck hat sich intensiv mit einem Investorenauswahlverfahren für das demografische Wohnen beschäftigt. Letztlich mit dem Ergebnis, dass sich das Gremium einstimmig grundsätzlich für ein derartiges Verfahren entschlossen hat.

Zunächst zurückstellen


Bereits im September vor einem Jahr hatte die Verwaltung ein solches Investorenauswahlverfahren vorgeschlagen. Bekanntlich käme für ein solches Seniorenwohnen als Gelände das Areal zwischen Rathaus und AWO-Seniorenwohnheim in Frage. Seinerzeit wurde vom Gemeinderat beschlossen, das Auswahlverfahren zunächst zurückzustellen, genehmigt wurde indes eine Sozialraumanalyse oder Bedarfsermittlung. Das ist ja auch zwischenzeitlich erfolgt. Über die Befragung zum Seniorenwohnen hat das beauftragte Unternehmen im Mai den Gemeinderat informiert. Gleiches erfolgte auch bei einer Bürgerversammlung im Juni in der Mehrzweckhalle.

"Wir wollen einen Partner suchen, um seniorengerecht neu zu bauen. Das Investorenauswahlverfahren bietet die Möglichkeit unsere Vorstellungen in einem längeren Prozess zu intensivieren", erklärte Strehl. Das habe gesetzeskonform und transparent zu geschehen. Alle seien einzubinden, es handle sich um "eine nicht unerheblich hohe Investition", bekundete er.

Dabei gehen, so war der Diskussion zu entnehmen, bei dem Vorhaben Gründlichkeit und Sorgfalt vor Schnelligkeit. Die Gemeinde gibt vor, was sie haben möchte, sie behält stets die Oberhand, und nun sucht sie einen verlässlichen Partner, der mit der Kommune das Projekt durchführt.

Keine beliebige Firma


Dabei sei, meinte Ingenieur Dietrich, "ein großer Kreis angesprochen" (zum Beispiel Gemeinderat, Fachleute, Techniker, Senioren), der seine Vorstellungen und Interessen über das Seniorenprojekt mit einbringt". Das dann auf europäischer Ebene ausgeschrieben werde und schlussendlich in einem städtebaulichen Vertrag mündet. Dabei käme als Investor nicht jede beliebige Firma in Frage, es müsse eine Gruppe sein, die sich darauf spezialisiert habe. So könnte ein denkbarer Weg sein.

Es gibt gleichwohl einige unumstößliche Eckpfeiler, die SPD-Fraktionssprecher Manfred Moser, der nicht unbedingt Bedarf für ein Investorenauswahlverfahren gesehen hat, in den Vordergrund rückte: "Die Gemeinde muss Eigentümerin des Grundstücks bleiben. Das gesamte Areal zwischen Rathaus und AWO muss beplant, und dann muss abschnittsweise vorgegangen werden."

Es herrschte Einigkeit darüber, dass "auf keinen Fall private Investoren zum Zuge kommen, und das muss zementiert werden". Das ist auch bekundete Absicht der Gemeinde selbst und fand die Zustimmung von CSU-Sprecher Markus Graf. Alt-Bürgermeister Richard Gaßner machte noch einmal deutlich: "Das Grundstück muss in Gemeindehand bleiben" - ein Anfang ist gemacht.
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