Gemeinderat beschließt Erhöhung dr Gebühren
Wasser ab Januar teuerer

Politik
Kümmersbruck
12.11.2016
18
0

Basierend auf dem Gutachten einer Kommunalberatung zur Gebührenbedarfsberechnung für die Wasserversorgung von Kümmersbruck hat der Gemeinderat über die Neufestsetzung der Wassergebühren diskutiert. Die Grundlage lieferte WEK-Leiter Günter Karzmarczyk.

Er betonte in der Gemeinderatssitzung, dass, angesichts der jüngsten kostenintensiven Investitionen, voran die Sanierung des Hochbehälters Penkhof mit Nettokosten von rund einer Million Euro, eine Neukalkulation der Wasserverbrauchsgebühren erforderlich werde. Deshalb wurde ein Kommunalberatungsbüro beauftragt, eine neue Gebührenbedarfsrechnung für die Wasserversorgungseinrichtung vorzunehmen. Wesentlich ist, dass die letzte Aktualisierung der Gebühren durch die Verwaltung im Rathaus im Oktober 2013 für den Vorauskalkulationszeitraum der Jahre 2014 bis 2017 erfolgt ist.

Wegen der umfangreichen Hochbehältersanierung wurde der Kalkulationszeitraum von vier auf drei Jahre verkürzt, um weitere Verluste zu vermeiden, sagte Karzmarczyk. Und zwar mit Genehmigung und Einverständnis der Kommunalaufsicht.

Nach- und Vorkalkulation


Bekanntlich beträgt die Gebühr seit Januar 2014 unverändert netto 1,12 Euro pro Kubikmeter Trinkwasser. Daneben wird eine Grundgebühr von 23 Euro netto pro Jahr bzw. 210 Euro pro Jahr je nach Nenngröße und Dauerdurchfluss des Wasserzählers erhoben. Die vom Kommunalberatungsbüro erstellte Grundgebührbedarfsberechnung beinhaltet die Nachkalkulation für die Jahre 2013 bis 2016 sowie eine Vorkalkulation für die Jahre 2017 bis 2020.

Als Ergebnis, so sagten Bürgermeister Roland Strehl und Günter Karzmarzyk, wurden in dem Gutachten zwei Alternativberechnungen vorgeschlagen:

Bei Alternative eins wurde eine neue kostendeckende Verbrauchsgebühr von netto 1,29 Euro pro Kubikmeter bei gleichbleibender Grundgebühr ermittelt. Diese Alternative favorisierte SPD-Sprecher Manfred Moser, "weil dabei ein Vier-Personen-Haushalt profitieren würde".

Bei Alternative zwei wurde eine rund 30-prozentige Erhöhung der Grundgebührensätze berücksichtigt. In diesem Fall würde sich die Grundgebühr für den normalen Hauswasserzähler von jährlich 23 auf 30 Euro netto erhöhen und die Verbrauchsgebühr 1,26 Euro pro Kubikmeter betragen. Diese Variante wäre für Josef Vogl (CSU) "der sozialere und familienfreundlichere Weg".

Mit 14:7 Stimmen fiel die Entscheidung für Variante zwei. Damit stand fest, die laut Werkleiter Günter Karzmarczyk "im Vergleich mit anderen Wasserversorgern relativ niedrigen Gebührensätze" ab 1. Januar 2017 um rund 30 Prozent zu erhöhen (bisher 23, neu 30 Euro im Jahr). Die Verbrauchsgebühren steigen von bisher 1,12 auf 1,26 Euro pro Kubikmeter.

Unter Durchschnitt


"Trotz dieser Erhöhung liegen wir im Vergleich immer noch unter dem Landkreisdurchschnitt (Grundgebühr 34,19 Euro pro Jahr und Verbrauchsgebühr 1,41 Euro pro Kubikmeter), hoben Roland Strehl und Günter Karzmarczyk hervor.
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.