Gemeinderat stellt Weichen für neuen Dorfplatz
Jetzt wird es konkret

Bushaltestelle und Parkplätze prägen momentan den Kümmersbrucker Dorfplatz. Der soll bis 2018 ein völlig neues Gesicht bekommen. Bilder: e (3)
Politik
Kümmersbruck
10.11.2016
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So sieht Planerin Christine Meyer künftig den Bereich unterhalb der Kirche: Hier entsteht die sogenannte "Parkterrasse", stufenförmig angelegte Stellplatzflächen und ein Treppenweg für Fußgänger.

Den Kümmersbrucker Dorfplatz mit seinem Umfeld als Schmuckstück zu bezeichnen, wäre verwegen. Aber das wird sich ändern. Der Bereich, der die historische Keimzelle der Gemeinde ist, bekommt ein völlig neues Gesicht.

Zwei Stunden diskutiert


Zwei Stunden lang diskutierte der Gemeinderat am Dienstag über den Dorfplatz, mit dem sich das Landschaftsarchitekturbüro Garnhartner-Schober-Spörl aus Deggendorf und die Landschaftsarchitekten Röth aus Amberg umfassend beschäftigt haben. Jetzt legten sie dem Gemeinderat den Planungsvorentwurf vor: Josef Garnhartner für den neuen Dorfplatz und Christine Meyer (Büro Röth) für das Kirchenumfeld.

Es soll ein multifunktioneller Platz werden, rund um die bestehende Kastanie und "natürlich mit einem ländlichen Touch", sagte Garnhartner: "Räumlich soll er definiert sein, damit er Atmosphäre bekommt." Dort, wo jetzt der Parkplatz ist, könnte ein Gebäudekombination für Dienstleistung, Läden und Wohnungen entstehen. Die Straße Zu den Linden und deren Einmündung in den Dorfplatz wird es dann in ihrer jetzigen Form nicht mehr geben. Eine direkte Verbindung zwischen Dorfplatz und Kirche könnte etwa auf Höhe des derzeitigen Gebäudes Zu den Linden 1 entstehen. Thema war dieser stark frequentierte Bereich natürlich auch in Sachen Verkehr. Den wird es hier auch künftig geben - freilich nicht mehr auf Asphalt. Der gesamte Bereich soll gepflastert werden. Beton oder Granit, klein oder großformatig? Das haben die Räte noch nicht entschieden. Geplant ist eine Exkursion nach Hirschau und Auerbach, wo solche Beläge verlegt sind. Mittlerweile kann auch die Förderung bei der Regierung beantragt werden. Laut Strehl liegen die Brutto-Baukosten bei etwa 2,3 Millionen Euro, die Förderung bei 50 Prozent.

Läden bleiben erreichbar


Bei der Umgestaltung des Dorfplatzes werden die dort ansässigen Geschäfte mit einer gewissen Zäsur rechnen müssen. Zwei Bauabschnitte sind auch deshalb vorgesehen, damit die Läden erreichbar bleiben. Sie könnten allerdings nach der Baumaßnahme mit einer deutlichen Attraktivitätssteigerung rechnen, ließ Strehl anklingen. Den Vorentwurf genehmigten die Räte einstimmig.

Im BlickpunktNicht mehr viel wird sein wie es jetzt ist am Dorfplatz. Nicht mehr viel wird auch so sein im Umfeld der Kirche, insbesondere Richtung Dorfplatz. Das zeichnet sich ab nach der Planung des Landschaftsarchitekturbüros Röth in Amberg, für das Stadtplanerin und Landschaftsarchitektin Christine Meyer den Bestandsplan "Umgestaltung Kirchenumfeld" im Gemeinderat vorstellte. Auch diese Vorschläge haben die Bürgervertreter gebilligt, für diesen Teil kann nun ebenfalls ein Förderantrag gestellt werden.

Die Maßnahmen unterhalb der Kirche, auf dem jetzigen Parkplatz, basieren auf enormen Erd- und Geländearbeiten. Rund zwölf Meter Höhenunterschied sind dabei zu überwinden oder auszugleichen. Diese schwierige Topographie macht sogenannte Parkterrassen erforderlich.

Ein Fußweg soll vom Dorfplatz direkt zur Kirche, und zwar Höhe Pfarrsaal, führen. Die Straße Zu den Linden wird mit einbezogen in die landschaftsplanerischen Maßnahmen.

Änderungen werden sich auch in Richtung Wiesengrund ergeben. Gegenüber der Schule, an der westlichen Seite der Kirche St. Antonius, stehen jetzt noch Fahnenmasten, sind mannshohe Büsche vorhanden. Diese sollen verschwinden und durchgehenden Treppen Platz machen. Die gesamten Brutto-Baukosten für das Umfeld Kirche werden auf 1,5 Millionen Euro geschätzt. (e)
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