Jahresbilanz im Gemeinderat Kümmersbruck
Viel Großes bewegt, aber noch Wünsch offen

Politik
Kümmersbruck
18.12.2015
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Große Entscheidungen sind in der letzten Gemeinderats-Sitzung des Jahres nicht mehr zu erwarten. Stattdessen bot diese zehnte Zusammenkunft Gelegenheit für eine Bilanz.

Erfolgreiches Jahr


Gemeindechef Roland Strehl hatte mit einer Kümmersbrucker Delegation gerade noch die tschechische Partnergemeinde Holysov besucht. In seinem Rückblick beleuchtete er die Arbeit mit Verwaltung und Gemeinderat, aber auch Einwirkungen von außen - alles zusammen habe ein "außergewöhnlich spannendes, aber unter dem Strich erfolgreiches Jahr" 2015 ergeben.

Viel Lob fürs neue Bad


"Viele große Projekte sind realisiert worden", betonte Strehl. Als Beispiel nannte er das 6,4-Millionen-Euro-Projekt Kümmersbrucker Aktivbad KA 2 - neben der Dreifachturnhalle sicher das größte und auch ein zukunftsweisendes Projekt. Landauf, landab sei Kümmersbruck dafür gelobt worden, angesichts der Tatsache, dass andernorts Bäder geschlossen werden müssten, betonte der Bürgermeister. Er verwies auch auf die Planungen für die Schule, die angestoßen seien und den neuen Weg bei der Rudolf-Scheuerer-Halle als Bestandteil des Sicherheitskonzepts zur Optimierung der Pausenhöfe.

Anpacken werde man jetzt den Anbau der Kümmersbrucker Feuerwehr und Kanalsanierungen über mehrere 100 000 Euro. Die heuer ausgebaute Kreisstraße AS 27 durch Gemeinde und Landkreis werde am Montag, 21. Dezember, offiziell für den Verkehr freigegeben. Niemand habe laut Strehl ahnen können, dass die archäologischen Funde aus dem 7. Jahrhundert im Baugebiet Bachweg von so großer Bedeutung und Beachtung sein würden. Die Feuerwehr Kümmersbruck bekam dieses Jahr ein neues Fahrzeug. Strehl nannte die Sanierung der Heizungen von Schule und Sportzentrum als weitere große Maßnahmen, vorangebracht worden sei zudem die Planung für die Umgestaltung des Bereichs Zu den Linden/Dorfplatz. In Kümmersbruck habe sich im zu Ende gehenden Jahr ein aktiver Seniorenbeirat gegründet, das Seniorenmosaik Hirschwald sei mit Barbara Hernes initiiert worden. Von großer Nachhaltigkeit ist nach Strehls Ansicht auch die auf den Weg gebrachte Sozialraumanalyse.

Pläne für 2016


Der Kindergarten in Theuern sei saniert worden. Im Frühjahr wird laut Strehl die öffentliche Toilette am Parkplatz gegenüber der Blauen Traube realisiert, Brückensanierungen in Theuern und Gärmersdorf stehen an. Zum Hochwasserschutz in Theuern gab es eine eigene Bürgerversammlung. Breitbandplanung, Dorfgemeinschaftshaus Moos, die 650-Jahr-Feier Köferings im nächsten Jahr, die Fortführung der kommunalen Verkehrsüberwachung - Strehl spannte den Bogen von Erledigtem bis zu Wünschenswertem.

Im BlickpunktNamentlich nannte Bürgermeister Roland Strehl in seinem Jahresrückblick wegen ihrer 25-jährigen Gemeinderat-Tätigkeit Richard Gaßner, Manfred Moser und Hans Graf. Mit Franziska Donhauser (Kasse) und Grit Förster (Bauhofverwaltung) gebe es im Rathaus neue Gesichter. Strehl listete zehn Sitzungen des Gemeinderates auf, neun des Bau-, drei des Haupt- und eine des Demografie-Ausschusses.

Auch die instabile Weltlage erwähnte Strehl, die deutschen Bündnisverpflichtungen, die Flüchtlingsbewegungen und die daraus resultierenden Herausforderungen, etwa bei der Unterbringung, sowie diffuse, aber auch begründete Ängste in der Bevölkerung. In Kümmersbruck seien derzeit 60 Flüchtlinge untergebracht - und zwar problemlos, wie Strehl betonte.

Sein Wunsch für 2016 war es, "dass wir alle zusammen auf dem gemeinsamen Weg bleiben - und in die gleiche Richtung gehen". Klar sei allerdings auch: "Auf diesem gemeinsamen Weg gibt es aber auch Gabelungen, wo man entscheiden muss, wies es weitergeht. Ich hoffe, dass diese Entscheidungen im fairen Ringen gefällt werden." (e)
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