Kümmersbruck befragt seine Senioren
Wie "Ü50" wohnen will

Ideal für ein Senioren-Wohnquartier wäre nach Ansicht von Bürgermeister Roland Strehl das gemeindeeigene Grundstück zwischen Rathaus (linker Bildrand) und AWO-Seniorenzentrum (rechter Bildrand). Bild: e
Politik
Kümmersbruck
09.02.2016
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Die Gemeinde will es genau wissen: Haben Sie sich bereits Gedanken über ihre zukünftige Wohnung gemacht? Fragen wie diese hatten deshalb alle Kümmersbrucker über 50 Jahren in ihrem Briefkasten.

Kümmrsbruck. (e) Insgesamt elf Fragen wurden für die sogenannte Bedarfsanalyse zum demografischen Wohnen gestellt. Etwa die: "Wie würden Sie gerne im Alter wohnen?" oder "Wo möchten Sie im Alter leben?" Alle er über 50 Jahre, das sind rund 4300, bekamen im Auftrag der Gemeinde Post vom Büro Planwerk Nürnberg.

Kümmersbruck wird älter


Hintergrund der Untersuchung ist nach den Worten von Bürgermeister Roland Strehl, dass der demografische Wandel mit einem wachsenden Anteil an älteren Bürgern die Gemeinde vor Herausforderungen stelle: "Ziel aller Überlegungen muss sein, wie es gelingt, dass Kümmersbruck auch für die ältere Generation (50 plus) attraktiv bleibt beziehungsweise wird."

Dies wolle die Gemeinde aktiv begleiten, und zwar auf eigenen Flächen: Gedacht ist an das Gelände zwischen dem Rathaus und dem AWO-Seniorenzentrum. Aber auch der Dorfplatz werde ins Auge gefasst. Der Gemeindechef hat die Vorstellung, sich mit Hilfe eines offenen Investoren-Auswahlverfahrens Partner an Bord zu holen, die die Ziele der Gemeinde in der seniorengerechten Entwicklung dieser Wohnquartiere bestmöglich umsetzen. Transparenz sei dabei das oberste Ziel, unterstrich Strehl.

Voraussetzung, um es zu erreichen, sei nun die Ermittlung des tatsächlichen Bedarfes. Die Kardinalfrage dabei laute: "Wie wollen die Kümmersbrucker im Alter wohnen?" Der Gemeinderat hat am 22. September vergangenen Jahres den ersten Schritt getan und eine Bedarfs-/Sozialraumanalyse auf den Weg gebracht. Damit beauftragt hat die Gemeinde das Büro Planwerk aus Nürnberg. Dieses Unternehmen hat auch schon den Ortsentwicklungsplan für Kümmersbruck erstellt.

Fragebogen verschickt


Inzwischen wurde ein Fragebogen mit einem Begleitschreiben des Bürgermeisters an rund 4300 Kümmersbrucker des Jahrgangs 1965 und älter versandt. Abgefragt werden darin zunächst die aktuelle, aber auch Wünsche zur künftigen Wohnsituation. Mögliche Wohnformen werden dabei im Detail erläutert. Die Fragebögen können bis Freitag, 26. Februar, mit einem beiliegenden Kuvert an Planwerk zurückgeschickt oder direkt bei der Gemeinde abgegeben werden.

Bürgermeister Roland Strehl schätzt, dass "rund ein Drittel" der 4300 Angeschriebenen antworten. Als Anreiz zur Teilnahme verschenkt die Gemeinde auf Vorschlag des Bürgermeisters eine Eintrittskarte ins Kümmersbrucker Bad.

Nach Auswertung der eingesandten Fragebögen werde die Bevölkerung über das Ergebnis informiert, kündigte Strehl an. Dann würden die Ziele der Gemeinde für die angedachten Senioren-Wohnquartiere formuliert. Von Anfang an eingebunden seien auch Seniorenbeirat und -mosaik: Diese Institutionen hätten auch schon bei der Ausarbeitung der Fragen mitgewirkt.

Schließlich sollen über ein offenes Investoren-Auswahlverfahren Partner/Investoren/Betreiber gefunden werden, die in der Lage sind, die Vorstellungen der Gemeinde in die Tat umzusetzen.
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