Kümmersbrucker CSU sieht bei SPD „eine gewisse Aggressivität“ am Werk
Stillstandsvorwürfe „Versuch der Volksverdummung“

Politik
Kümmersbruck
06.06.2016
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Deutliche Worte in Richtung der politischen Konkurrenz vor Ort gab es bei der Jahreshauptversammlung des CSU-Ortsverbandes im Gasthaus Tröster.

So ging Bürgermeister Roland Strehl in seinem Bericht aus dem Rathaus besonders auf die Maßnahmen ein, bei denen es ihm und der Gemeindeverwaltung gelungen sei, "nach Jahren, teils Jahrzehnten des Stillstands" wieder Bewegung in die Dinge zu bringen: "Ob die Umgestaltung des Kümmersbrucker Dorfplatzes, ob die dringend gebotene Innensanierung der Schulen, ob der katastrophale Zustand der Gärmersdorfer Brücke oder ob die notwendige Erweiterung des Theuerner Gewerbegebietes - all diese Dinge wurden in den letzten beiden Jahren erfolgreich weiterbetrieben."

Seniorenarbeit ein Vorbild


Die von den örtlichen Sozialdemokraten öffentlich aufgestellte Behauptung, dass in Kümmersbruck "nichts mehr gehe", sei angesichts dieser Tatsachen schon eher der Versuch der Volksverdummung, meinte Strehl. Kümmersbruck sei vielmehr auf einem guten Weg und werde etwa für die vorbildliche Seniorenarbeit von vielen, auch überregionalen Stellen, positiv wahrgenommen.

Zum Thema Firmenzentrale und Entwicklungszentrum der Firma Grammer sagte Strehl, dass die Gemeinde ein durchaus passables Angebot hinsichtlich Grundstück und Parkplätzen am Standort in Haselmühl gemacht habe. Er müsse die Entscheidung des Konzern für Ursensollen ("Hier sind die weiteren Entwicklungsmöglichkeiten für den Konzern und seine Zulieferer scheinbar wesentlich besser") aber natürlich akzeptieren und freue sich, dass die Investitionen und die Arbeitsplätze zumindest in der Region blieben.

Der Landtagsabgeordnete Harald Schwartz, auch Mitglied im Kümmersbrucker Gemeinderat, attestierte den politischen Mitbewerbern hier und in der großen Politik "eine gewisse Aggressivität". Schwartz lobte die Geduld des Bürgermeisters bei Angriffen der Opposition und sah in der SPD eine gewisse Schockstarre. Bei aktuell 48 Prozent Zuspruch der Bevölkerung in Bayern für die CSU, sei man in der Partei keineswegs überheblich, sagte Schwartz: "Wir suchen die sachliche Diskussion."

Stefan Roggenhofer freute sich in seinem Jahresbericht über die Premiere eines Schafkopfturniers und den Beitrag von Alois Schwanzl als Bruder Aloysius beim Bockbierfest. Er ging auf die Themen öffentliche Toilette und Investitionen im Gemeinderat ein: "Wir ringen alle um die besten Lösungen für die Bürger."

Delegierte für die Kreisvertreterversammlung wurden: Harald Schwartz, Hans Graf, Roland Strehl, Irene Wetter, Josef Vogl, Renate Amrhein, Florian Fischer, Birgit Singer-Grimm, Stefan Roggenhofer, Patricia Bernreuther, Thomas Pronath.
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