Nächster Schritt im Projekt Wohnen im Alter
Gemeinde sucht einen Partner

Zwei Partner sind schon an Bord: Stephan Dietrich und Martina Dietrich betreuen das Verfahren zur Suche eines Investors. Bild: e
Politik
Kümmersbruck
03.11.2016
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Der Bedarf ist ermittelt, jetzt geht es um den nächsten Schritt: Für ihr Projekt "Wohnen im Alter" plant die Gemeinde Kümmersbruck einen Wettbewerb. Er soll den passenden Partner als Investor an Bord holen.

Es ging um das Investoren-Auswahlverfahren für das Projekt demografisches Wohnen. Für einen solchen Wettbewerb hatte sich der Gemeinderat einstimmig entschieden.

Wichtiges Zukunftsthema


Mit dabei in der Ausschusssitzung waren Diplom-Ingenieur Stephan Dietrich und Architektin Martina Dietrich vom Amberger Planungsbüro Stadt und Raum sowie vom Seniorenbeirat Vorsitzender Manfred Sulima. Wie Bürgermeister Roland Strehl zusammenfasste, bündelt die Gemeinde seit 2015 ihre Anstrengungen in der Neuausrichtung und Stärkung ihres zentralen Bereichs um das Rathaus, die Schule und das Kirchenzentrum. Das seniorengerechte Wohnen sei inzwischen für alle Kommunen zu einem wichtigen Zukunftsthema in der gemeindlichen Entwicklung geworden, betonte Martina Dietrich. Daher habe Kümmersbruck auch eine Bedarfsanalyse erstellt, um herauszufinden, welche Wohnungen künftig in der Gemeinde gefragt seien. Im Ergebnis ergebe sich eine hohe Zufriedenheit, in Kümmersbruck leben zu können und somit ein großes Interesse am Generationen-Wohnen, schlussfolgerte die Referentin.

Dialog mit Investoren


Basierend auf der Bedarfsanalyse soll nun in einem zweiten Schritt eine "qualitätsvolle Ansiedlung" erfolgen. Der Ausschuss sprach sich bevorzugt für eine Fläche im Rathausumfeld aus, die durch das "Wohnen im Alter" zu einer Neuausrichtung und Attraktivitätssteigerung dieses gesamten zentralen Bereichs führe.

In den kommenden Monaten will die Gemeinde einen "wettbewerblichen Dialog", um einen geeigneten Investor für diese zukunftsweisende Entwicklungsaufgabe zu finden. Bürgermeister Strehl und die Ausschussmitglieder sprachen sich dafür aus, das Verfahren 2017 abzuschließen. Der Ausschuss will sich bei diesem Vorhaben mit Seniorenbeirat, -netzwerk und -mosaik verstärken.

Wie Martina Dietrich erläuterte, beginnt jetzt ein Interesse-Bekundungs-Verfahren: Die Gemeinde beschreibt die Bauaufgabe und die städtebaulichen und gestalterischen Kriterien als Vorgaben für potenzielle Bauherrn. Danach hofft die Gemeinde, mit den Interessenten in ein Dialogverfahren eintreten zu können. In dieser zweiten Stufe werden städtebauliche und vertragliche Fragen erörtert. Ziel sind ein verbindliches Angebot und der Zuschlag an einen geeigneten Interessenten.

Das Verfahren läuft nichtöffentlich und anonym, angelehnt an ein Vergabeverfahren der öffentlichen Hand. Die einzelnen Schritte werden jeweils in nichtöffentlicher Sitzung des Gemeinderates gebilligt. Die Betreuung des gesamten Prozesses hat das Büro Stadt und Raum.
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1 Kommentar
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Manfred Sölkner aus Breitenbrunn | 09.11.2016 | 10:11  
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