Polizei präsentiert Statistik im Gemeinderat
Weniger Straftaten

Der Amberger Polizeichef Robert Hausmann war zu Gast im Kümmersbrucker Gemeinderat. Bild: e
Politik
Kümmersbruck
06.05.2016
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Ein Blick in die Statistik der Polizei"Insgesamt ist das Unfallgeschehen im Vergleich zum Vorjahr 2014 in etwa gleich geblieben, wobei sich die Zahl der Unfälle mit Personenschaden aber deutlich reduzierte", berichtete Ambergs Polizeichef Robert Hausmann dem Gemeinderat. Darüber hinaus sei festzuhalten, dass die Zahl der Unfälle unter Alkoholeinfluss "sogar auf Null zurückging".

Hausmann bedauerte, auch über zwei Schulwegunfälle 2015 sprechen zu müssen: Bei einem seien zwei Kinder in einem Auto bei einem Auffahrunfall leicht verletzt worden. Im zweiten Fall sei einer Schülerin in Haselmühl auf dem Radweg neben der Staatsstraße 2165 die Vorfahrt genommen worden.

"Leider ereignete sich letztes Jahr in Kümmersbruck auch wieder ein Unfall mit Todesfolge", sagte Hausmann. Der ist vielen noch in Erinnerung: Auf der alten Vilstalstraße bei der Kläranlage Theuern hielt ein Sattelzug am rechten Straßenrand, ein nachfolgender Kradfahrer stieß beim Passieren gegen den abgestellten Laster und erlitt tödliche Verletzungen.

Eine Steigerung bei Wildunfällen hat die Polizei 2015 verzeichnet. Deren Zahl ist im Gemeindegebiet von 49 auf 66 (30 Prozent) gestiegen.

"Auf hohem Niveau stabil" hält sich laut Hausmann die Zahl der Verkehrsunfälle. In Kümmersbruck gab es davon im vergangenen Jahr 224 (minus 2 gegenüber 2014): Davon waren 38 Unfälle mit Personenschäden (minus 14), es gab 38 (minus 14) Verletzte und einen Toten. Schwerwiegende Unfälle mit Sachschaden wurden 49 (minus 1) gemeldet, Kleinunfälle 137 (minus 13).

Geschwindigkeitsunfälle gab es 4. Auf der Autobahn A 6 krachte es 27 Mal. Der Anteil an Unfallfluchten ist mit 34 (plus 1 gegenüber 2014 ) nicht gering. Aufgeklärt wurden zehn davon (minus 2). (e)

Zufriedene Gesichter hinterließ Polizeidirektor Robert Hausmann im Kümmersbrucker Gemeinderat: Er hat dort von einem "erheblichen Rückgang der Gesamtstrafen" berichtet - und zwar in allen Bereichen.

Gutes Sicherheitsgefühl


Dass die Kümmersbrucker "auch subjektiv ein gutes Sicherheitsgefühl haben können", schloss Bürgermeister Roland Strehl aus der Statistik von 2015. Natürlich sei jede Straftat eine zu viel. 218 (Vorjahr 283) wurden 2015 im Gemeindebereich angezeigt - ein Rückgang um 65. Davon wurden 150 Straftaten aufgeklärt (Vorjahr 165): 68,8 Prozent. Gewaltkriminalität (6 Fälle), Straßenkriminalität (32), Diebstahl (63), Sachbeschädigung (15) und Verstöße gegen das Betäubungsmittelgesetz (11) machten den Hauptanteil aus. Die Häufigkeitsziffer (Straftaten bezogen auf 1000 Einwohner) liegt in Kümmersbruck bei 22 und in Bayern bei 47. Die gute Zusammenarbeit mit den Bürgern und die Aufmerksamkeit der Bevölkerung in Kümmersbruck hob Hausmann hervor. Diese sowie präventive Hinweise, Vernetzungen, Kontrollen, verstärkte Polizeipräsenz und Sicherheitsvorträge hätten wohl zu einem erheblichen Rückgang der 2014 noch besorgniserregenden Einbruchserie geführt. Sechs solcher Straftaten wurden 2013 gemeldet, 13 im Jahr 2014, einer 2015 und im laufenden Jahr bislang noch keiner.

Verdächtiges melden


"Nicht nachlassen in den Bemühungen, verdächtige Wahrnehmungen der Polizei zu melden - und zwar gleich": Dazu ermunterte Robert Hausmann die Bürger. Die hätten sich bisher daran gehalten, wie der Polizeichef berichtete. Allein 2015 seien im Inspektionsbereich 850 verdächtige Wahrnehmungen gemeldet worden, denen man allen nachgegangen sei. Dies sei neben den Ermittlungen der Polizei eine wichtige Säule, um Straftaten aufzuklären.
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