SPD informiert sich über Krumbach-Renaturierung
Jetzt fehlt nur noch das Grün

Bauherr Ludwig Koller (Dritter von links) erläuterte den SPD-Gemeinderäten (daneben, von links) Gabi Pilz, Veronika Frenzel, Franz Kölbl, Monika Rambach, Herbert Breitkopf und Manfred Moser die nicht ganz einfache Renaturierung des Krumbachs (links im Hintergrund). Bild: hfz
Politik
Kümmersbruck
18.02.2016
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Fraktionsvorsitzender Manfred Moser sprach von einem Schmuckstück, das den Eingangsbereich der Gemeinde aufwerte: Die Kümmersbrucker SPD hat das Renaturierungsgebiet Krumbach besichtigt. Bauherr Ludwig Koll berichtete ausführlich über das Projekt. Das Gelände befindet sich nach Kolls Worten noch im Rohbau. Im Frühjahr werde die Bepflanzung vorgenommen. Zum Gedanken der Renaturierung komme bei diesem Vorhaben auch der des Hochwasserschutz.

Die Anfänge der Maßnahme liegen nach Kolls Worten im Jahr 2012: Für die Realisierung eines neuen Baugebiets seien Ausgleichsmaßnahmen erforderlich geworden. Die landwirtschaftlichen Flächen würden immer größer: Je kleiner sie seien, desto schlechter könnten sie bewirtschaftet werden. Daher wurde der Gedanke der Krumbachrenaturierung gefasst. Die Ingenieurbüros Renner & Partner sowie Neidl waren zuständig für die Planung. Koll zollte beiden große Anerkennung für ihre Arbeit. Verschiedene Genehmigungen hätten eingeholt werden müssen.

Die erforderlichen hydraulischen Berechnungen (etwa, wie groß die Fläche ist und welche Winkel man hier braucht) erledigte das Ingenieurbüro Münchmeier in München. Fraktionssprecher Manfred Moser schwärmte von dem umgestalteten Gelände als einem Schmuckstück, durch das alle Beteiligten profitierten - sei es durch die neuen Wasser-Rückhalteareale, den Parkplatz, die Renaturierung des Bachs oder die Aufwertung des ganzen Bereichs.

Im Blickpunkt: Ein Bauprojekt mit vielen ÜberraschungenBei der Umgestaltung des Krumbachs in Kümmersbruck wurde zuerst das Mittelstück bearbeitet, dann kamen Anfangs- und Endteil dazu.

Unerwartet wurde ein Kanal gefunden: Dadurch verzögerte sich die Fertigstellung, weil Überläufe geschaffen werden mussten. Auch eine Verlegung der Bach-Biegung war nötig, was wiederum neue Berechnungen erforderte. Ein zweiter Bachlauf wurde als Überlauf angelegt. Dadurch wird das Wasser beim Einlauf abgebremst, erläuterte Bauherr Ludwig Koll.

Noch eine Überraschung gab es: Man stieß auf eine Starkstromleitung im Boden. Daraufhin musste wieder umgeplant werden. Bei der Holz- und Schotter-Ausstattung mussten Vorgaben eingehalten werden. Ruhezonen, die den Fischen eine Möglichkeit zum Ablaichen bieten, durften natürlich auch nicht fehlen.

Koll merkte an, dass jede Umplanung vom Wasserwirtschaftsamt genehmigt werden musste. Im neuen Bachlauf können jetzt rund 350 000 Liter mehr Wasser zurückgestaut werden als zuvor. Auch neue Parkplätze wurden geschaffen. Die Kosten des Projekts beliefen sich am Ende auf rund 140 000 Euro. Veranschlagt waren zunächst 85 000 bis 100 000 Euro. Für die Renaturierung wurden laut Koll rund 2000 Kubikmeter Material verwendet.
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