Vorstandssitzung der Kümmersbrucker SPD
Das Angebot steht schon lange

Politik
Kümmersbruck
22.11.2016
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Dorfplatz-Umgestaltung, neue Mitte - so klangen früher zugkräftige Wahlkampfversprechen. In Kümmersbruck verhallten sie bisher, obwohl es seit acht Jahren handfeste Entwürfe gibt.

"Die Planungen über den Ausbau des Dorfplatzes sowie der Kümmersbrucker Mitte stoßen bisher leider auf wenig Interesse der Bevölkerung", bedauerte der Vorsitzende des SPD-Ortsvereins Haselmühl-Kümmersbruck, Markus Bayer, bei der monatlichen Vorstandssitzung. Die spärliche Resonanz, heißt es in einer Pressemitteilung, bei öffentlichen Informationsveranstaltungen mache das förmlich spürbar. Fraktionsvorsitzender Manfred Moser erinnerte, dass bereits vor rund acht Jahren in einem Architektenwettbewerb die Umgestaltung festgezurrt wurde. All diese Pläne seien ausgehängt worden, danach habe es ein Treffen gegeben. Das Interesse sei eher enttäuschend gewesen.

Die Zeit drängt


Der Finanzierungsanteil der Gemeinde liegt laut Moser bei rund 50 Prozent der förderfähigen Kosten. Doch bisher habe sich der Gemeinderat noch nicht einmal auf den künftigen Bodenbelag geeinigt. Deshalb sollen noch Ortstermine in Hirschau (Granitpflaster) und in Auerbach (Betonpflaster) absolviert werden. Die Kosten einer Betonpflaster-Version für den Dorfplatz wurden bisher grob auf 2,3 Millionen Euro geschätzt. Inzwischen drängt laut SPD die Zeit. Zur Förderung müsse bis 1. Dezember eine Bedarfsanmeldung eingereicht werden. Das werde der Straubinger Planer übernehmen, um dann im April 2017 einen detaillierten Zuwendungsantrag bei der Regierung zu stellen. Baubeginn könnte dann ein Jahr später sein. Die Sozialdemokarten plädieren dafür, danach zügig die Fassadensanierung der angrenzenden Kirche anzugehen. Sie ist mit rund 1,5 Millionen Euro veranschlagt. Wie diese Kosten aufgeteilt werden, sei aber noch offen.

Thema war auch die in der zurückliegenden Gemeinderatssitzung beschlossene Anhebung des Wasserpreises. Bisher kostete der Kubikmeter 1,12 Euro bei einer Grundgebühr von 23 Euro. Künftig wird eine Grundgebühr von 30 Euro bei einem Kubikmeterpreis von 1,26 Euro fällig. Hinsichtlich der beabsichtigten Berufung eines kommunalen Behinderten- und Inklusionsbeauftragten sprach sich der SPD-Vorstand dafür aus, einen von einer entsprechenden Einschränkung Betroffenen zu bevorzugen, da er direkte Einblicke in diese komplexe Problematik habe.

Sehr wohl von Interesse


Begrüßt wurde der Beschluss zur Bauleitplanung in der Köferinger Waldhausstraße. Jetzt könnten sich auch Bürger einbringen. Gemeinderat Franz Kölbl kritisierte, dass seiner Auffassung nach das Plenum zu oft nichtöffentlich diskutiert, obwohl schon allein aufgrund der anfallenden Kosten viele Themen von öffentlichem Interesse seien.
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