Antrag für Asylbewerberunterkunft abgelehnt
Kein Platz fürs Wohnen

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Kümmersbruck
18.02.2016
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Wohin mit den vielen Neuankömmlingen? Eine Frage, die sich angesichts der großen Flüchtlingszahlen viele Gemeinden stellen. In Kümmersbruck lautet die Antwort: Auf jeden Fall nicht ins Gewerbegebiet.

Dort, konkret in der Hohen Straße 9a in Theuern, wollte ein Kümmersbrucker aus einem bestehenden Gebäude eine Gemeinschaftsunterkunft für Asylbewerber machen. Mit diesem Antrag beschäftigte sich jetzt der Bauausschuss. Dabei war sehr schnell klar, dass aus diesem Vorhaben nichts werden wird. Und auch gar nicht kann. Denn wie Bauamtsleiter Werner Bauriedl erläuterte, ist in diesem als Gewerbegebiet ausgewiesenen Bereich mit dem Namen Grubenäcker eine Wohnbebauung grundsätzlich nicht zulässig. Diese Vorgabe macht die Baunutzungsverordnung.

Deshalb auch die klare Aussage des Verwaltungs-Vertreters: "Von unserer Seite kann einer Wohnbebauung nicht zugestimmt werden." Das, so fügte Bürgermeister Roland Strehl hinzu, habe man dem Bauwerber auch schon gesagt.

SPD-Rat Herbert Breitkopf erinnerte daran, dass das Gelände Anfang der 90er-Jahre auch genau deshalb ausgewiesen wurde - "für die Ansiedlung von Gewerbe". Es habe sich seither gut entwickelt. Auch deshalb sei "eine reine Nutzung für Wohnzwecke an dieser Stelle fehl am Platz".

Momentan sei dieses Gewerbegebiet "sehr ruhig", es könnten aber durchaus noch lautere Betriebe dazukommen: Wenn man hier Wohnbebauung erlauben würde, wären Probleme möglich. Klar gewesen sei von Anfang an, dass man Betrieben und Handwerkern, die sich im Theuerner Gewerbegebiet niederlassen, erlaubt, dem Betrieb eine Wohnung für die eigene Familie anzugliedern. Mehr Wohnraum aber wolle man hier nicht haben.

Das sahen auch die anderen Ausschussmitglieder so: Sie lehnten den Antrag deshalb einstimmig ab.
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