Bayerische Weihnacht in Moos
Dem Christkind ins Ohr geflüstert

Der Posaunenchor Rieden begleitete die Bayerische Weihnacht in Moos. Bilder: e (2)
Vermischtes
Kümmersbruck
14.12.2015
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"Der soll nur kommen", verkündete der kleine Mann kühn. Als er dann tatsächlich kam, flüchtete der Bub doch lieber in die schützenden Arme seiner Eltern. Vorsichtshalber. Denn Knecht Rupprecht sah schon recht unheilbringend aus.

Moos. Bart, lange, rasselnde Kette: Der finstere Geselle tadelte, belehrte, lobte aber auch. Jemanden mitzunehmen - diese Drohung machte er dann aber doch nicht wahr. Knecht Rupprecht fand zielsicher in den Auer-Hof in Moos. Er musste dazu nur dem Bratwurstgeruch nachgehen. Und dem vom Riedener Posaunenchor (Leitung Sabine Müller) intonierten "Süßer die Glocken nie klingen".

Mit ihm kamen am Samstagabend geschätzte 300 Besucher zur Bayerischen Weihnacht der Wasserwacht Vilstal-Kümmersbruck und der Schwimmschule Aqua Vitalis. Zwar hat den Nikolaus-Begleiter nie jemand im Kümmersbrucker Hallenbad gesehen. Er muss aber dort gewesen sein, schließlich wusste er genau bescheid über Trainingseifrige und -faule: Ganz geheuer war das manchem nicht. Letztlich war's dann aber doch ein "lieber" Knecht Rupprecht, der im Dreiseithof Auer auch Besinnliches und nachdenklich Stimmendes zum Weihnachtsfest parat hatte: "Einfach mal so, von Herzen, auf dem Heimweg oder dahoam, einfach mal Dankschön sagen, damit geht's scho los - Weihnachten."

Dann kündigte er noch das Christkind (Katrin Fleischmann) an - und verschwand in der Dunkelheit. Manche Buben wagten sich danach wieder aus der Deckung: Vom Christkind war ja nichts zu befürchten. Strahlend schön und engelsgleich erschien es - und hat wohl auch eine gute Beziehung zu Petrus, denn genau da hörte der Regen auf, so dass es eine Geschichte erzählen konnte. Spätestens da wussten alle, dass es aus Lettland kam. Wann hat man schon die Möglichkeit, dem Christkind höchstpersönlich seine Weihnachtswünsche ins Ohr zu flüstern? Es hatte sogar eine geheimnisvolle Schatulle dabei: Hier konnten die Kinder ihre (von den Eltern) aufgeschriebenen Wünsche deponieren. Eine Unterschrift war nicht nötig - das Christkind weiß immer, wer sich was gewünscht hat. Der Riedener Posaunenchor animierte zum Mitsingen, musste nicht erst darum bitten.

Schließlich gab's auch wieder einen Sternenzauber: Heliumballons trugen funkelnde Wunderkerzen in den Nachthimmel - und mit ihnen die Wünsche der Zuschauer. Keine Frage: Die Bayerische Weihnacht war wieder ein Glanzlicht im Reigen der Weihnachtsfeiern in Kümmersbruck.
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