Ehrenbürger Volkmar Krauß feiert seinen 85.
Westumgehung noch auf dem Wunschzettel

Jubilar Volkmar Krauß (Zweiter von rechts), seine Frau Resi (daneben) mit Tochter Heidi (links) und Ehemann Alfred (Zweiter von links) sowie Bürgermeister Roland Strehl. Bild: e
Vermischtes
Kümmersbruck
09.06.2016
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Haslmühl. (e) Er erinnert sich noch gut an seinen 80. Geburtstag, als er sein Lieblingslied verriet: "Fein sein, beieinander bleib'n". Es ist immer noch eine Art Motto für Volkmar Krauß . Der Kümmersbrucker Ehrenbürger hat jetzt seinen 85. Geburtstag gefeiert.

Seit 1957 ist Volkmar Krauß mit seiner Resi verheiratet, seit 59 Jahren wohnt er an der Vilstalstraße in Haselmühl - das sind Konstante in seiner jetzt 85-jährigen Vita. Ein Leben, das fast ausschließlich der Gemeinde Kümmersbruck und ihren Einwohnern gewidmet war. Man kann durchaus behaupten, vieles gäbe es in Haselmühl und Kümmersbruck nicht ohne Volkmar Krauß: Seine soziale Einstellung ist sprichwörtlich.

Da ist sein Engagement für den ASV Haselmühl, der ohne Krauß sein Sportgelände 1967 nicht mit dem FC Bayern hätte einweihen können. Da sind die damaligen Gemeinden Köfering und Theuern, die sich unter seiner Regie 1971 freiwillig zusammengeschlossen haben - hier hat der Jubilar an der Gebietsreform 1972 mitgewirkt. Er war Gründungsmitglied des Abwasserverbundes Amberg-Kümmersbruck. Grammer, die Kindergärten: So ziemlich überall war Krauß irgendwie beteiligt.

Volkmar Krauß, aufgewachsen in Moos, hat sich ganz der Gemeindepolitik verschrieben. Nach 15-jähriger Tätigkeit bei der Goldleisten-Fabrik Sperl, ab 1960 34 Jahre lang verantwortlicher Logistiker bei der Firma Siemens, ging er 1994 in Rente - aber nicht in den Ruhestand. Denn bereits 1959 war er der SPD beigetreten, wurde 1966 Gemeinderat - und fortan geradliniger Verfechter seiner Ziele. Nicht immer bequem, aber stets verlässlich. Es folgte eine Ära Krauß im Plenum: 38 Jahre, bis 2004, war er Gemeinderat, ab 1984 auch 3. Bürgermeister, von 1990 bis 2002 dann 2. Bürgermeister und 16 Jahre Fraktionssprecher der SPD. Kümmersbruck wusste, was Krauß geleistet hat. Entsprechend wurde er auch gewürdigt: 1998 mit der Medaille für besondere Verdienste um die kommunale Selbstverwaltung, 2001 mit der Goldenen Bürgermedaille und schließlich im Oktober 2004 mit der Ehrenbürgerschaft.

Zu seinem 85. war natürlich seine Familie da, Bürgermeister Roland Strehl gratulierte ebenso wie Alt-Bürgermeister Richard Gaßner und die Genossen von der SPD. Weil Krauß 15 Vereinen in Kümmersbruck angehört, wurde es quasi ein Tag der offenen Tür in der Vilstalstraße. "Er genießt sein Rentenalter" verriet seine Frau. Dabei erfreut er sich guter Gesundheit: Fast täglich ist er zu Fuß in Haselmühl unterwegs.

Ungeschriebenes Gesetz ist, dass zweimal im Jahr eine Woche Bad Füssing eingelegt wird. "Heuer nur einmal", betonte Resi Krauß, doch das hatte seinen Grund: "Wir haben eine Fahrt mit dem Schiff von Passau nach Ungarn unternommen." Auch mit 85 hat man noch Träume: Nächstes Jahr ist eine Fahrt auf der Donau zum Schwarzen Meer geplant. Das ist wohl eher zu erfüllen als ein zweites Anliegen: Die Westumgehung steht noch auf seinem Wunschzettel.
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