Gärmersdorfer Jagdgenossen haben gewählt
Jetzt zwei Jagdvorsteher

Vermischtes
Kümmersbruck
06.04.2016
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Die Gärmersdorfer Jagdgenossen haben eine Durststrecke hinter sich. Doch die ist jetzt überwunden, die Gemeinschaft hat zwei neue Jagdvorsteher.

Engelsdorf. Die beiden Jung-Bauern Alfons Purschke und Florian Birner (Gärmersdorf und Krumbach) wurden einstimmig in diese Funktion gewählt. Dass es gelungen ist, damit eine Lücke zu schließen, war eine Gemeinschafts-Leistung verantwortungsvoller Landwirte mit Bürgermeister Roland Strehl und den Jagdpächtern Reinhold Kummert, Hans Grimm sowie Heinz und Oliver Haselbacher. Kassenverwalter Eduard Scharl und Schriftführer Michael Ströhl komplettieren das Team.

Interimsvorstand Georg Horst, der die Jagdversammlung beim Singerwirt in Engelsdorf leitete, wurde mit einem Geschenkkorb für seine Arbeit gedankt. In den Bögen I und II der Jagdgenossenschaft Gärmersdorf herrscht Harmonie. Michael Ströhl gab einen Rückblick auf 2015.

In die Fußstapfen von Jagdvorsteher Johann Birner, zuletzt für 20 Jahre Führungsarbeit geehrt, tritt dessen Sohn Florian. Georg Horst sprach kurz über das Verbissgutachten. Der Appell, den Abschuss zu erhöhen, galt nur einem Teil der Hegegemeinschaft - nicht aber für den Bogen I. Viel Arbeit hatte wieder Kassenchef Eduard Scharl, unterstützt von Michael Ströhl, bei der Aufteilung und Weitergabe der Jagdpacht.

Den Abschussplan erfüllten Heinz und Oliver Haselbacher. Sie berichteten von guten Erfahrungen mit den aufgestellten Wild-Warnreflektoren. Die Verbissbelastung haben Heinz Haselbacher und Förster Lang ermittelt. Inzwischen beginnen auch im Raum Penkhof die Probleme mit den Wildsauen - eine Gegend, die bislang verschont geblieben war. Hans Grimm und Reinhold Kummert haben in drei Jahren 79 Rehe erlegt.

Grimm dankte für "45 Jahre Jagd mit Reinhold Kummert im Bogen II - eine tolle Leistung mit großer Verantwortung für die Tiere und die Grundstückseigentümer". Die harmonische Zusammenarbeit bestätigte Kummert, der Grimm gern noch länger im Revier sieht. Offiziell ist er allerdings ausgeschieden.

Deshalb war auch der Tagesordnungspunkt Jagdpachtänderung erforderlich geworden. Kummert betonte, Jagd sei Vertrauenssache. Mit Franz-Peter Singer kündigte er einen Interessenten als Jagdhilfe an. Mit Hilfe von Bürgermeister Roland Strehl als Jagd-Fachmann habe man damit eine tragbare, flexible Regelung erreicht. Mit dieser waren alle Anwesenden einverstanden.

Die Neuwahl des Jagdvorstehers war dann keine leichte Geburt. Am Ende erschien den Genossen die Doppel-Lösung in Gestalt von Alfons Purschke und Florian Birner als die bestmögliche.

Der Pachtschilling wird wie bisher an die Ortschaften und Grundstückseigentümer ausbezahlt. Der Bürgermeister sprach noch über die AS 27, den Breitbandausbau, die Zukunft der Brücken in Gärmersdorf und Theuern und die Förderung des Dorfstadels in Moos. Abschließend luden die Jagdpächter zu Brotzeit und Umtrunk ein.
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