Gemeinderatssitzung
Astronom bekommt Straße

Vermischtes
Kümmersbruck
08.07.2016
24
0

Die Gemeinde Kümmersbruck weist in ihrem Hoheitsgebiet 210 Straßen auf. Jetzt kommt eine neue dazu.

Im bestehenden Gewerbegebiet sind bereits der Buchdruck-Erfinder Gutenberg und Lithograf-Entdecker Senefelder verewigt. Für die neue Erschließungsstraße kam von der Verwaltung der Name Grubenäckerstraße ins Spiel, in Anlehnung an die dortige Flurbezeichnung.

Thomas Pronath (CSU) plädierte dafür, damit könnten vor allem die Alteingessenen was anfangen. Werner Cermak (SPD) meinte hingegen, dass zu Gutenberg und Senefelder eine neue Straßenbezeichnung aus dem Bereich Techniker, Physiker oder Mathematiker adäquat wäre. Eine (Heinrich) Hertz-Straße schlug Cermak vor, letztlich aber einigte man sich auf die Bezeichnung Keplerstraße, der passe als Mathematiker, Astronom und Theologe zu Gutenberg und Senefelder, hieß es aus dem Gremium.

Becken freihalten


Johannes Kepler hat bekanntlich die Gesetzmäßigkeiten entdeckt, nach denen sich Planeten um die Sonne bewegen. Der Name hat allen gepasst, allein 2. Bürgermeisterin Birgit Singer-Grimm hätte gerne einen anderen gehabt.

Im Herbst, so möchte es Monika Rambach (SPD) gerne, sollte im Hallenbad an einem Nachmittag ein Becken in der Woche für zwei bis drei Stunden von Kursen freigehalten werden. Und zwar zugunsten von Familien mit Kindern. Sarah Heuberger von der Verwaltung will versuchen eine entsprechende Regelung zu finden. Beim Kneippbecken in Theuern wären weitere Sitzplätze von Vorteil und auch nötig, sagte SPD-Sprecher Manfred Moser. Das könne man im Auge behalten, versprach Bürgermeister Roland Strehl.

Schon vor geraumer Zeit wurden E-Bike-Tankstellen im Gemeinderat diskutiert, das Thema aber nicht weiter verfolgt. Jetzt hat es Manfred Moser wieder aufgegriffen. Bereits mehrere Standorte kamen dabei zur Sprache. Der Bürgermeister hat einen solchen nahe des zu errichtenden Toilettenhäuschens in der Haselmühler Ortsmitte genannt. Er habe aber auch nichts gegen die von Veronika Frenzel (SPD) favorisierte E-Bike-Tankstelle am Radlbahnhof in Theuern.

Angesichts erheblich verbesserter Reichweiten der E-Bikes stellte Alois Schwanzl (CSU) die Frage, ob eine solche Tankstelle noch nötig sei. Veronika Frenzel hat das für Radtouristen klar befürwortet und die Sinnfrage gestellt: "Wollen wir eine solche E-Bike-Tankstelle oder nicht"? Die Mehrheit will, und so wird das Thema weiterverfolgt. Die Kostenbeteiligung des Straßenbaulastträgers AS 27 Kümmersbruck - Gärmersdorf in der Ortsdurchfahrt Kümmersbruck zur Entwässerung der Fahrbahn und Ableitung von Oberflächenwasser in die Kanalisation hat Hauptamtsleiter Wolfgang Roggenhofer behandelt.

Bekanntlich errichtete die Gemeinde Kümmersbruck eine Kanalisation im Bereich der Kreisstraße AS 27 in der Ortsdurchfahrt Kümmersbruck bzw. erneuerte die bestehende Anlage von Grund auf. Dabei verpflichtete sich die Kommune das Straßenabwasser der AS 27 vom Hochpunkt bei der Einmündung Dorfplatz bis zum Bauende unentgeltlich in die Kanalisation aufzunehmen und die Anlagen zu unterhalten.

An die Telekom


Der Landkreis Amberg-Sulzbach beteiligt sich analog der Richtlinien an den Herstellungskosten (insgesamt 163 Meter) sowie am Unterhalt anteilig. Der einmalige Kostenbeitrag liegt bei insgesamt 23 736 Euro, sagte Roggenhofer. Damit sind die Forderungen der Gemeinde an den Landkreis abgegolten, die sich aus dem Bau und der laufenden Unterhaltung ergeben.

Vergeben hat laut Wolfgang Roggenhofer der Gemeinderat die Arbeiten für den technischen Breitbandausbau in den Erschließungsgebieten Penkhof und Haidweiher. Das Gremium hat sich für die Offerte der Telekom als günstigsten Anbieter entschieden, vorbehaltlich der Bewilligung der staatlichen Förderung.

Aufträge erteiltIn der Rudolf-Scheurer-Halle sind Renovierungen unerlässlich, erklärte der Bürgermeister. Die Bodenbelagsarbeiten wurden an eine Firma aus Holzgerlingen vergeben, die anfallenden Malerarbeiten gingen ebenfalls an den preisgünstigsten Anbieter, die Firma Daller aus Amberg.

Die Videobefahrung der öffentlichen Kanalisation, die Planungsarbeiten im Rahmen des Bebauungsplanes Siedlerstraße 1 wurden behandelt.

Des Weiteren die statischen Berechnungen für das Feuerwehrhaus Kümmersbruck, die Elektroplanung für die Grund- und Mittelschule, die Arbeiten an der Vilsbrücke in Theuern, die Erschließung Gewerbegebiet Theuern und die Grabfeldarbeiten am Friedhof.

Die Nahwärmeleitung und Herstellung eines weiteren Hausanschlusses beim Feuerwehrhaus in Kümmersbruck war zu verlegen. Der Zuschlag ging an die Firma Wünschman in Freudenberg. (e)
Weitere Beiträge zu den Themen: Gemeinderat (320)Bauausschuss (145)
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.