Gemeinderatssitzung in Kümmersbruck
Drängende Fragen zum Örtchen

Vermischtes
Kümmersbruck
05.02.2016
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Gut aufgepasst hat offenkundig Gemeinderat Hans Hartinger beim Neujahrsempfang in der Schweppermannkaserne im Januar. Bei seiner Rede dort hat Bürgermeister Roland Strehl zu Plänen und deren Kosten bemerkt, dass unter anderem "an den Bau einer öffentlichen Toilette an einem zentralen Ort in Haselmühl, mit Kosten von rund 150 000 Euro", herangegangen wird.

Das Innenleben


Von einem neuen Stand berichtete der Bürgermeister in Sachen Örtchen: "Wenn man ins Innenleben der Toilette sieht, dann weiß man wo das Geld liegt" begründete er die Kostensteigerung und nannte explizit ein Hygieneset mit automatischer Spülung, das alleine rund 14 000 Euro kostet. "Der Stand heute ist, dass das Toilettenhäuschen insgesamt etwa 100 000 Euro kosten wird, es kommen dann noch Anschluss und Fundament dazu", erläuterte Strehl.

Nicht unter 100 000 Euro


Er meinte grundsätzlich: "Unter 100 000 Euro kommen wir auf keinen Fall", wobei er sagte, dass sich der Grundsatzbeschluss vom letzten Jahr auf ein fertiges Toilettenhäuschen (es soll auf dem Parkplatz Kirchensteig gegenüber der Blauen Traube entstehen) bezogen habe.

In ganz anderer Sache, die ebenfalls dringend scheinte, blickte Herbert Breitkopf auf den Neujahrsempfang zurück. Er habe das Thema Kreuzung Ebermannsdorf/Theuern an der Staatsstraße 2165 angesprochen und dabei erfahren, dass Grundstücksverhandlungen ins Stocken geraten sind.

Nach wie vor gäbe es keine Möglichkeit für Fußgänger oder Fahrradfahrer, diese Kreuzung sicher zu überqueren.

Grundstücksverhandlungen würden eine Rolle spielen, bekräftigte Bürgermeister Roland Strehl Breitkopfs Sorgen und sagte: "Der Überweg für Fußgänger und Radfahrer hat hohe Qualität."

Bessere Qualität - auf die können die Kümmersbrucker Bürger auch in Sachen Breitbandausbau hoffen. Amtsleiter Wolfgang Roggenhofer informierte über die neueste Lage und erklärte, dass die Bayerische Staatsregierung sich grundsätzlich zum Ziel gesetzt habe, bis 2018 eine deutliche Verbesserung der Breitbandversorgung und somit schnellem Internet zu erreichen.

Der Gemeinde Kümmersbruck werden Fördermittel bis zu 680 000 Euro (inklusive interkommunaler Zusammenarbeit) zur Verfügung gestellt, berichtete er.

Finanzmittel nutzen


"Die Gemeinde", ergänzte Roggenhofer, "möchte die Finanzmittel nutzen, und strebt einen möglichst umfassenden Breitbandausbau an." Das Gremium beschloss einstimmig, im Zuge des Breitband-Förderprogrammes die Versorgung für die Erschließungsgebiete Ortsteil Penkhof und Ortsteil Haidweiher auszuschreiben.

Berappen sind dafür rund 120 000 Euro. "Bei einem Fördersatz von 80 Prozent verbleibt für die Gemeinde Kümmersbruck ein Eigenanteil von rund 24 000 Euro", rechnete Roggenhofer vor.

BreitbandausbauÜber den aktuellen Stand des Breitbandausbaus in der Gemeinde Kümmersbruck informierte Hauptamtsleiter Wolfgang Roggenhofer das Plenum. Die Ortschaften Gärmersdorf, Moos und Engelsdorf werden durch die Firma Jobst DSL aus Amberg ausgebaut, ließ er wissen. Die Inbetriebnahme erfolgt "in nächster Zeit" hieß es. Neue Schaltschränke und entsprechende Masten seien fertig. Mit den Ortschaften Penkhof und Haidweiher geht die Gemeinde in das sogenannte Auswahlverfahren. Es müsse noch abgewartet werden, welche Angebote bei der Gemeinde eingingen und wie die Förderung durch den Bezirk ausfalle. Die fachliche Begleitung übernimmt das Büro IK/T in Regensburg.

Kümmersbruck, Haselmühl, Lengenfeld, Köfering und Theuern werden heuer durch die Telekom ausgebaut. "Jedenfalls dort, wo noch kein Ausbau erfolgt ist oder auch kein Wettbewerber bereits mit einer Mindestdatenrate von 30 MB/s die Kunden versorgt", erläuterte der Amtsleiter. Den Ausbaustand können die Bürger abfragen oder sich, soweit sie im Ausbaugebiet liegen, vormerken lassen. Die Erdarbeiten werden eine Zeit lang dauern. Aber die Glasfaserkabel seien nötig, ein schnelles Internet zu realisieren, hieß es weiter. (e)
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