Große Baumaßnahmen in der Schweppermannkaserne
Millionen fließen in die Sanierung

Die Abbrucharbeiten haben begonnen, die Schweppermannkaserne in Kümmersbruck wird in mehreren Bauabschnitten modernisiert. Der Finanzbedarf für dieses Vorhaben liegt nach Angaben des in Bonn ansässigen Bundesamtes für Infrastruktur, Umweltschutz und Dienstleistungen der Bundeswehr bei rund 100 Millionen Euro. Bild: Steinbacher
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Kümmersbruck
21.09.2016
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Fünf Millionen Euro wurden bereits in den vergangenen fünf Jahren in der Schweppermannkaserne investiert. Doch der weitaus größere Brocken steht noch bevor: rund 100 Millionen in den nächsten sechs Jahren.

Die Schweppermannkaserne in Kümmersbruck ist die Heimat des Logistikbataillons 472. Um den Dienstbetrieb aufrechtzuerhalten und die Infrastruktur an den aktuellen Bedarf anzupassen, wurden in den vergangenen fünf Jahren bereits rund fünf Millionen Euro investiert, teilte das Bundesamt für Infrastruktur, Umweltschutz und Dienstleistungen der Bundeswehr auf Anfrage zu den Sanierungsmaßnahmen in der Kaserne mit. Im Zuge dieser Maßnahmen seien in der ersten Bauphase umfangreiche Anpassungen am IT-Leitungsnetz und am Wärmeversorgungsnetz der Liegenschaft vorgenommen worden.

Für den künftigen Bedarf


Zwei Bauabschnitte werden noch folgen, so die Information aus dem in Bonn ansässigen Bundesamt. "Innerhalb der nächsten sechs Jahre werden Baumaßnahmen mit einem Gesamtvolumen von circa 100 Millionen Euro zur Modernisierung und Anpassung der Liegenschaft an den künftigen Bedarf umgesetzt."

Besonders im Fokus stünden dabei die Schaffung von attraktiven und zeitgemäßen Unterkünften sowie die funktionale Anpassung der Stabsbereiche für das Logistikbataillon 472 im Kernbereich der Liegenschaft. Bis 2022 entstünden insgesamt rund 220 neue Unterkünfte im modernen Standard (Einzelunterkunft mit Einzelnasszelle).

Für den zentralen Sanitätsdienst, der aktuell mit der Fähigkeit des Facharztzentrums in das ehemalige Bundeswehrkrankenhaus Amberg ausgelagert ist, würden im Nordwesten des Kasernenbereichs für die Behandlungsbereiche Neubauten geschaffen - entsprechend dem derzeitigen Stand der Technik. Die Stabsanteile würden überwiegend in bestehenden Gebäuden untergebracht.

Für alle Dienststellen


Zudem werden in der Schweppermannkaserne sowohl der Sportbereich neu gestaltet als auch ein zentrales Lehr- und Ausbildungsgebäude errichtet. Dieses könne dann von allen Dienststellen genutzt werden, teilte das Bundesamt mit. Neu gebaut würden außerdem ein zentrales Waffenkammer-Gebäude sowie eine Umschlaghalle für Verbrauchsgüter, die sich unmittelbar daran anschließt. In drei weiteren Bauabschnitten würden Zug um Zug Bestandsgebäude saniert, beziehungsweise neu gebaut, wo es erforderlich ist. Berücksichtigt würden wirtschaftliche und nachhaltige Aspekte.

Bei laufendem Betrieb


"Mit dieser Vorgehensweise wird die Modernisierung der Infrastruktur bei Aufrechterhaltung eines funktionierenden Dienstbetriebes sichergestellt", hieß es dazu aus Bonn. Gleichzeitig würden gesetzliche Vorgaben aus dem Erneuerbare-Energien-Wärmegesetz und der Energie-Einsparverordnung in dieser Liegenschaft beispielgebend umgesetzt.
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