Hauptversammlung der Köferinger Jagdgenossen
Ein Plädoyer fürs Niederwild

Das Sagen bei den Köferinger Jagdgenossen haben (von links) Helmut Graf, Dr. Markus Mahal, Edmund Hirsch, Josef Roggenhofer, Ingo Gammel, Eduard Hirsch, Bernd Deuerlein und Markus Behrendt. Bild: hi
Vermischtes
Kümmersbruck
22.03.2016
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Balduin Schönberger vom Amt für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten (AELF) Amberg will auch im Revier Köfering Biotopverbesserungen für das Niederwild erreichen. Sein Vortrag wurde bei der Hauptversammlung der Jagdgenossen mit Beifall und Zustimmung quittiert.

Köfering. Das Revier betreut künftig Ingo Gammel ohne weiteren Mitpächter, unterstützt von seinen Jägern Bernhard Deuerlein und Markus Behrendt: Das war das einstimmige Votum der Jagdgenossen am Freitagabend. Ebenso einhellig hatten sie das Kündigungsschreiben von Robert Strobl, bisher Ingo Gammels Mitpächter, angenommen. Der Vertrag wird entsprechend geändert: Ingo Gammel ist künftig Alleinpächter.

Jagdvorstand Helmut Graf (selbst auch Jagdpächter mit Dr. Markus Mahal) beklagte im betreuten Gebiet unnötige Unruhe - gerade in der Nacht, unter anderem durch Hunde. Er wünscht sich Biotopflächen und weniger Hundekot. Schriftführer Dr. Markus Mahal richtete den Blick ins vergangene Jahr - erfreut über viele andernorts seltene Rebhühner im Revier, den Abschuss von Wildsauen und erfolgreiche Drückjagden. Auch Füchse wurden erlegt. Wild- Warnreflektoren sind angebracht. Die Waldbegehungen sollen besser besucht werden, so Mahals Wunsch.

Josef Roggenhofer hat den Genossen in den Ortschaften die Pacht ausbezahlt. Für das Revier Köfering hatte Ingo Gammel Erfolge zu verbuchen - mit vier geschossenen Dachsen und zehn Sauen. Die Vorgaben zum Abschuss wurden erfüllt, Gammel will ihn nicht verändern. Drückjagden sind in seinem Gebiet nicht möglich. Im Bereich Lengenfeld wurden 21 Füchse und 13 Sauen erlegt. Auch hier wurde das Soll erfüllt. Die Jagdgenossen haben Saatgut für die Wiesen gekauft, die Pächter bringen sich als Arbeiter ein. Helmut Graf und Markus Mahal berichteten, in Richtung Ebermannsdorf habe man immer mehr mit Wildsauen zu tun.

Mit großem Engagement setzte sich Balduin Schönberger für die Lebensbedingungen des Niederwildes und den Artenschutz ein. Er erläuterte dazu sein Projekt in Lappersdorf auf einer 2000 Hektar großen Fläche. Die Versammlung bestaunte Blühflächen und die Gestaltung von Nischen. "Biotopverbesserung bedeutet Vielfalt". Weitere Erfahrungen wollen die Jagdgenossen im Herbst auf einer Infofahrt nach Lappersdorf selbst sammeln. Eine Waldbegehung ist für Anfang November geplant. 2. Bürgermeisterin Birgit Singer-Grimm sprach aktuelle Vermessungen und Schotterungen im Revier an. Sie sieht in der Jagd auch ein Stück Kultur. Generell sei der Verbiss zu hoch, kritisierte Helmut Graf. Wildsauen machten Probleme, aber auch der Borkenkäfer. 23 erlegte Sauen in einem Jahr sei ein gutes Ergebnis, das beweise, wie verantwortungsvoll die Jäger ihre Aufgabe erfüllen.
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