Hermann Leitl feiert seinen 80. Geburtstag mit vielen Gratulanten
Hilfsbereit und beliebt

Jubilar Hermann Leitl (links) mit dem Kümmersbrucker Bürgermeister Roland Strehl. Bild: e
Vermischtes
Kümmersbruck
04.02.2016
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Wenn er erzählt, dann in Details, als wär's erst gestern gewesen. Der 8. Mai 1945, das war ein Sonntag, der hat sich eingebrannt. Der kleine Hermann Leitl feierte in der Kümmersbrucker Pfarrkirche St. Antonius seine Kommunion. 24 Stunden später das Inferno: Bomben auf das Heereszeugamt, überall Feuer auf den Feldern zwischen Bahnlinie, Bergsteig und dem heutigen Gärmersdorfer Weg, der seinerzeit noch namenlos war. Neun Jahre war da Hermann Leitl gerade alt, der Krieg lag in seinen letzten Zügen, das Leben war schwer, die Folgen überall spürbar.

Auch auf dem Bauernhof der Familie, unmittelbar am Kümmersbrucker Dorfplatz, kam das normale Leben langsam wieder in Schwung. Heute heißt das Anwesen Gärmerdorfer Weg 5, damals war es das Haus Nummer 9 in Kümmersbruck, dort ist Leitl 1936 geboren, dort blieb er sesshaft. Er ist mit sechs Brüdern aufgewachsen, am Dienstag feierte er seinen 80. Geburtstag.

Hermann Leitl besuchte die Volksschule und musste viel am landwirtschaftlichen Hof mitarbeiten. Es folgten Landwirtschaftsschule, Jugendzeit und schließlich eine weitere Zäsur in seinem Leben: Er heiratete am 15. Februar 1966 in Kümmersbruck in St. Antonius das "Nachbarmoidl" Theresia Ströhl. In zwei Wochen feiern Hermann und Theresia Leitl ihr goldenes Ehejubiläum. Ihren Wohnsitz haben beide nie gewechselt, wohl aber die Familienverhältnisse: Die Söhne Andreas, Markus und Michael bereicherten mit Tochter Martina das Familienleben, für sieben Enkel ist er mittlerweile der Opa, mit 65 ging er in Rente. Und für die Kümmersbrucker ist er ein überall bekannter Mann. "Wenn Not am Mann ist, dann helfe ich", sagte Hermann Leitl vor vollem Haus.

Viele gratulierten ihm, zuvorderst für die Gemeinde Bürgermeister Roland Strehl mit einem prächtigen Geschenkkorb, dann die Vertreter der CSU, der Feuerwehr Kümmersbruck, des Wandervereins, des OGV Kümmersbruck und der Kümmersbrucker Siedler. "Wir sind der Heimat immer treu geblieben", sagt er von sich und seiner Frau Theresia. Da muss er sich dann auch nicht wundern, wenn er einen Glückwunsch-Marathon über sich ergehen lassen muss.
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