Installation von Pfarrer Bernd Schindler im Martin-Schalling-Haus in Kümmersbruck
„Nette, hilfsbereite Menschen“

Installation im Martin-Schalling-Haus (von links): Dekan Karlhermann Schötz, die Pfarrer Bernd Schindler und Roland Böhmländer, Veronika Zieske, Kirchenvorsteherin Hannelore Häring sowie Schindlers Ehefrau Claudia. Bild: e
Vermischtes
Kümmersbruck
27.09.2016
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Es war kein Neuanfang. Es war vielmehr ein "Weiter so". Und darüber haben sich nicht nur die Paulanergemeinde, sondern auch die Christen in ganz Kümmersbruck mächtig gefreut.

Kümmrsbruck. (e) Die offizielle Installation von Pfarrer Bernd Schindler auf die vierte Pfarrstelle der Paulanerkirche - das ist der Sprengel - im Martin-Schalling-Haus wurde zu einer eindrucksvollen Feier für alle. "Früher hieß es noch Katholiken und Protestanten", sagte Schindler in seiner Predigt "Römer 14". "Heute beten wir zusammen, das ist die richtige Richtung."

In der Tat beteten und feierten dann alle Christen zusammen: sein katholischer Amtsbruder Pfarrer Wolfgang Bauer zuvorderst, Bürgermeister Roland Strehl, seine Mentorin Veronika Zieske, die vor ihm im Martin-Schalling-Haus gewirkt hat, die Pfarrer Joachim von Kölichen, Roland Böhmländer und Heidrun Bock sowie Dekan Karlhermann Schötz. Und schließlich: Schindlers Frau Claudia mit den Kindern.

Ja sagen


Es war ein massiver Auftritt von evangelischer und katholischer Geistlichkeit, von Brüdern und Schwestern beider Konfessionen. Es galt für Pfarrer Schindler, Ja zu sagen "mit Gottes Hilfe", für die evangelische Paulanergemeinde Amberg Ja zu sagen zu ihrem Pfarrer Bernd Schindler und gegenseitige Wertschätzung zu bekunden.

Seit September 2012 war Schindler Pfarrer im vierten Sprengel in Kümmersbruck, zunächst im Probedienst. Im April wurde er zum Pfarrer auf Lebenszeit ernannt und ihm die Pfarrstelle Kümmersbruck übertragen. Schindler hat sich dazu und außerhalb des offiziellen Akts mit vielen Grußreden und Glückwünschen seine eigenen Gedanken gemacht. Die Verbeamtung auf Lebenszeit, das sei für ihn zwar ein Geschenk, aber es läge ihm sehr am Herzen, sich in seiner Einstellung und Arbeitsauffassung nicht zu ändern. "Ich möchte jedem Gegenüber weiterhin offen und neugierig begegnen und wenn ich etwas mache, dann versuche ich es, gescheit zu machen", ließ Schindler wissen.

Fünf-Jahres-Grenze weg


Der für ihn "wichtigste Aspekt" sei, dass die Stelle unbefristet ist. Ansonsten hätte er spätestens nach fünf Jahren Kümmersbruck im September 2017 verlassen müssen. Die Paulanergemeinde habe nun die Stelle so umgestaltet, dass er sie übertragen bekommen habe, und auch die Fünf-Jahres-Begrenzung falle - deshalb die Installation.

Seine Familie und er fühlten sich sehr wohl in Kümmersbruck, der Sprengel hier sei "voller netter und hilfsbereiter Menschen". Pfarrer Schindler sagte ferner, er sei froh, mit Pfarrer Wolfgang Bauer ein so angenehmes ökumenisches Miteinander zu haben. Hocherfreut sei er auch über die "kurzen Wege zu Politik und Bürgermeister".

Einiges könne nun in seiner Arbeit fortgesetzt werden, es mache ihm Spaß, meinte er - verbunden mit der Dankbarkeit für alles Vertrauen. Seiner Gemeinde offenbar auch: "Wir sind froh und dankbar, dass wir ihn bekommen haben", meinte eine Teilnehmerin an der Installation.
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