Kümmersbrucker Schüler bekommen neuen Pausenhof
Platz zum Toben und Chillen

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Kümmersbruck
08.09.2016
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Wasserspielplatz, Trampolin, Kletterwand: Als die Kümmersbrucker Schüler gefragt wurden, was sie gerne in ihrem Pausenhof hätten, mangelte es nicht an Vorschlägen. Einige Ideen sollen jetzt Wirklichkeit werden. Doch, so schränkt Bürgermeister Roland Strehl ein: "Es wird kein Freizeitpark."

Nicht nur die Mittel, auch der Platz sei schließlich begrenzt. Ein bisschen bremst Strehl im Gespräch mit der AZ allzu große Erwartungen. "Aber wir wollen einiges übernehmen" von den Wünschen, die die Schüler als Modelle in einer Projektarbeit sichtbar gemacht haben. Details sind noch nicht entschieden, Strehl verweist trotzdem schon auf die grobe Marschrichtung.

So sollen die Jüngeren "einen Spiel- und Austobe-Bereich" für ihre Pausen bekommen, den Älteren dagegen sei "das Chillen wichtig". Die neudeutsche Form der Entspannung hätten die Größeren am häufigsten gewünscht - neben einer Möglichkeit zum Basketball- und Soccer-Spielen (Fußball). "Ein Pausenhof braucht keine Grünanlage, sondern die Möglichkeit, sich auszutoben", davon ist Strehl überzeugt. Einen Wasserspielplatz wird es freilich nicht geben. Aber den vorhandenen Brunnen können man durchaus so umbauen, "dass man sich erfrischen kann - ohne dass die Kleinen jeden Tag patschnass sind".

Auf jeden Fall sollen die Nachbarn eingebunden werden in die Umgestaltung des Pausenhofs. "Wir sind in der Ideenfindung", sagt der Bürgermeister zum Stand des Projekts. Für Ende September sei dazu ein Gespräch mit der Regierung vereinbart, bei dem es vor allem um Fördermöglichkeiten geht. Die Planungen sollen noch in diesem Jahr abgeschlossen werden. Dann, so schätzt Strehl, könnte der neue Pausenhof im nächsten Jahr fertig sein.

Neuer Weg zur SkateranlageEine Skateranlage wünschen sich viele Kümmersbrucker Schüler. Auf ihrem Pausenhof ist die allerdings nicht machbar - für solche Einrichtungen gelten Abstandsvorschriften, die hier im wahrsten Wortsinn nicht hineinpassen. Bürgermeister Roland Strehl will ihren Traum trotzdem wahr werden lassen - an anderer Stelle und auf einem ungewöhnlichen Weg: Die Skater sollen ihren Platz selbst planen.

Strehl ist zuversichtlich, dass das klappt: Die Gruppe sei hoch motiviert und habe einen sehr guten Draht zu dem Streetworker, der sich zehn Stunden pro Woche um die älteren Schüler kümmert. "An den Kosten wird's nicht scheitern", meint Strehl, der den Skatern einen Rahmen von rund 50 000 Euro gesteckt hat.

Innerhalb dieser Vorgabe sollen sie nun Vorschläge machen, wie ihre Anlage aussehen soll. "Ich suche ihnen einen Platz", beschreibt Strehl seinen Beitrag und denkt dabei "in die grobe Richtung gemeindlicher Bauhof - Lengenfeld". Dort wohne einer der Jungs, der sich dann gleich ums Auf- und Abschließen kümmern könnte. (eik)
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