Mehrheit im Gemeinderat erachtet diese Regelung für die Verkehrssicherheit als nötig
Ampel zwischen den Bushäuschen bleibt

Das Gremium stimmte mit 18 zu 6 Stimmen für eine Bedarfsampel am Bushäuschen, um Alt- und Neu-Theuern besser und sicher zu verbinden. Bild: e
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Kümmersbruck
06.02.2016
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Zu Zeiten, als die Staatsstraße 2165 noch durch Theuern führte, da hatte die Fußgängerampel zur Brücke ihre uneingeschränkte Berechtigung, so die Meinung vieler Bürger. Mittlerweile ist die Durchgangsstraße zur Gemeindestraße "abqualifiziert", es ist merklich ruhiger geworden.

Neubau der Vilsbrücke


Jetzt wird der Neubau der Vilsbrücke spruchreif, die Ampel über die Straße kann deshalb an ihrem Ort nicht mehr bleiben, wurde in der Gemeinderatssitzung informiert. Sie müsste minimal Richtung Erzbergstraße verlegt werden. Die Kosten kämen auf rund 27 000 Euro. Nun stellte sich schon jüngst im Bauausschuss und in der Gemeinderatsitzung die Kardinalfrage: Ist diese Ampel überhaupt noch erforderlich? Die Fachbehörden sind der Meinung, so wurde in der Sitzung deutlich gemacht, eigentlich nicht.

Der Ansatzpunkt dieser Auffassung liegt wohl in der Hauptsache darin, dass nach einer Messung täglich nur noch 800 Fahrzeuge diese Stelle passieren, erklärte Bauamtsleiter Werner Bauriedl. In Sachen Ampel und Standort wurde mittlerweile viel überlegt. "Zum Vergleich: In Lengenfeld/Haselmühl/Kümmersbruck sind es täglich rund 17 000 Fahrzeuge, also gut 21 Mal mehr."

"Eine Bürgerbefragung wäre nicht schlecht, aber das haben die Fraktionen verneint", leitete Bürgermeister Roland Strehl die fraktionsübergreifende Diskussion mit anschließender Abstimmung zur Bedarfsampel ein. "Aus meiner Sicht ist eine Befragung überflüssig, wir haben im Gemeinderat schon viel teuerere Entscheidungen getroffen", sagte Herbert Breitkopf, der sich klar für eine Bedarfsampel aussprach. "Die meisten Leute leben links der Vils, alle Einrichtungen aber sind rechts, die Ampel ist zur Sicherheit der Passanten unbedingt erforderlich." Das Thema Sicherheit für die Bürger und Schulkinder hatte offenbar Vorrang bei allen Diskussionsbeiträgen quer durch die Fraktionen. Manfred Moser, Johann Graf, Thomas Pronath, Werner Cermak, Alois Schwanzl, Hans Hartinger sprachen sich in ihren Beiträgen klar für die Ampel aus. Dass es auch andere Meinungen gibt, machte Josef Vogl deutlich. Er sprach von viel stärker befahrenen Straßen im Gemeindegebiet, die eher eine Ampelregelung bräuchten als die in Theuern diskutierte. "Das könnte Begehrlichkeiten wecken", warnte er.

Das Thema ist nicht neu, bekundete Richard Gaßner. Der Altbürgermeister brachte den Kompromissvorschlag ins Spiel, man sollte doch erst mal feststellen, wie viele Fußgänger diesen Überweg mit Ampel benutzen. Daraus ergäbe sich die Antwort auf die Frage nach der Notwendigkeit. Die Abstimmung brachte 18 Stimmen für die Bedarfsampel, sechs Räte stimmten dagegen.
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