Nato-Großübung in Spanien
300 Kniebeugen für den guten Zweck

Vermischtes
Kümmersbruck
10.02.2016
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Die Soldaten des Logistikbataillons 472 in der Schweppermannkaserne hatten 2015 ein volles Übungs- und Ausbildungsprogramm. Absoluter Höhepunkt war Trident Juncture in Spanien. Denn bereits seit Jahrzehnten hatte es keine derartige Nato-Großübung von dieser Bedeutung gegeben. Die Schweppermänner konnten das Geübte nun auf internationaler Ebene unter Beweis stellen. Vieles, in der Ausbildung erlernt und bei KFOR und ISAF vertieft, kam ihnen zugute. Insgesamt elf Nationen waren in Spanien vertreten. Die Soldaten seines Bataillons hätten sich bei Trident Juncture einen hervorragenden Ruf in der Nato erarbeitet, war sich der Kommandeur, Oberstleutnant Matthias Kampf, sicher. "Die Kümmersbrucker Logistiker lieferten fern der Heimat ihr Meisterstück ab. Sie bewiesen ihr hohes Ausbildungsniveau und ihre Professionalität." Da die Soldaten bei diesen Übungen auch Freizeit haben, wollten sie diese sinnvoll nutzen und karitativ tätig werden. Sie nahmen sich den "Murphy Challenger Cup" zum Vorbild: mit Sport anderen helfen. Der Cup ist benannt nach Leutnant Michael P. Murphy von der US Army, der bei einem Feuergefecht mit den Taliban in Afghanistan ums Leben kam. Er hatte das Feuer des Feindes auf sich gezogen und so seine Kameraden gerettet. Posthum wurde er mit der Kongress-Medaille ausgezeichnet. Der Wettkampf der Murphy Foundation, der sich aus verschiedenen Sportübungen zusammensetzt und über eine Strecke von sechs oder zwölf Kilometer reicht, hat es in sich: 100 Klimmzüge, 200 Liegestützen und 300 Kniebeugen. Noch dazu trägt jeder Teilnehmer eine Zehn-Kilo-Schutzweste, erläutert Hauptmann Daniel Augsten, der Presseoffizier bei der Übung in Spanien war. Die Startgebühr wurde gespendet, jeder Teilnehmer, der das Ziel erreichte, erhielt ein Erinnerungs-T-Shirt. Bester war Oberstabsgefreiter Marcel Fuchs vom Logistikbataillon 472, der die zwölf Kilometer Strecke am schnellsten zurücklegte. Durch die Teilnahme der internationalen Wettkämpfer kamen rund 1500 Euro zusammen, das Offizierkorps der Logistiker rundete den Betrag auf 2000 Euro. Im Beisein von Kommandeur Matthias Kampf (Zehnter von rechts) wurden die Schecks jetzt übergeben. Je 500 Euro gingen an die Murphy Foundation, an das Soldaten- Hilfswerk, an die Veteranenstiftung der Bundeswehr und an das Bundeswehrsozialwerk. Bild: hrs

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