Oberstleutnant Matthias Kampf verlässt Kümmersbruck
Alexander Kolb kommandiert jetzt die Logistiker

Oberst Nikolaus Bretz (links) übernahm gestern das Kommando der mobilen Logistiktruppen der Streitkräftebasis. Bei dem Appell in Kümmersbruck wechselte außerdem die Führung des dortigen Logistikbataillons 472 von Oberstleutnant Matthias Kampf (rechts) auf seinen Nachfolger, Oberstleutnant Alexander Kolb. Bilder: e (2)
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Kümmersbruck
04.03.2016
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Ehrenformation, Musikzug, alle sechs Logistikbataillone und ein Spezialregiment waren gestern zum Appell in der Schweppermannkaserne angetreten.

"May Way" von Frank Sinatra hatte sich Oberstleutnant Matthias Kampf zum Abschied gewünscht. Der Kommandeur des Logistikbataillons 472 ließ anklingen, dass es ihm nicht leicht fiel, seine Soldaten zu verlassen.

Dies geschah im Beisein hochrangiger Militärs, vor Vertretern der verbündeten Streitkräfte aus den USA, aus Ungarn und Tschechien, sowie vor vielen Vertretern des öffentlichen Lebens mit der offiziellen Übergabe der Truppenfahne.

Ehrenformation, Musikzug, alle sechs Logistikbataillone und ein Spezialregiment waren angetreten. Der (Doppel-)Appell hatte einmaligen Charakter: Vor der Übergabe des Kommandos über das Logistikbataillon 472 gab es einen feierlichen Appell zur Amtseinführung von Oberst Nikolaus Bretz als Kommandeur der mobilen Logistiktruppen der Streitkräftebasis durch den Befehlshaber des Logistikkommandos der Bundeswehr, Brigadegeneral Volker Thomas. Dieser unterstellte insgesamt sechs Logistikbataillone und ein Spezialpionierregiment Oberst Nikolaus Bretz. Letzterer ist damit verantwortlichen für über 7000 Menschen.

Die erste Amtshandlung von Oberst Bretz als Kommandeur war dann die Übergabe der Führung des Logistikbataillons 472 von Oberstleutnant Matthias Kampf an Oberstleutnant Alexander Kolb. Bei dem Appell waren auch die Familien der Soldaten sowie Gäste aus Politik und Wirtschaft dabei.

Umrahmt wurde die Zeremonie vom Heeresmusikkorps aus Veitshöchheim unter der Leitung von Oberstleutnant Roland Kahle. "May Way" von Frank Sinatra hatte sich Oberstleutnant Matthias Kampf zum Abschied gewünscht. Diesen Klassiker intonierte das Musikkorps ebenso wie die bei solchen Anlässen übliche Marschmusik.

Im BlickpunktFür Oberstleutnant Matthias Kampf war das Kommando über die Kümmersbrucker Logistiker die bisher schönste Verwendung seiner Laufbahn. Er sei stolz, ein hervorragend aufgestelltes Bataillon hinterlassen zu können, betonte er: "Ich werde daher hier vom Platz gehen und sagen können, dass ich stolz bin, Ihr Kommandeur gewesen zu sein und zu jeder Zeit mit Ihnen, den besten Logistikprofis der Bundeswehr, überall auf der Welt in den Einsatz gehen würde."

Oberst Nikolaus Bretz gab das Kompliment postwendend an Kampf zurück: "Sie waren ein Bataillonskommandeur, der mit Herz und Hand, mit Initiative und klarem Führungswillen geführt hat" - als einer, der sein Handwerk verstehe und unnachgiebig, "auf Ihre Art", stets für seinen Verband eingetreten sei.

Dem neuen Logistiker-Chef, Oberstleutnant Alexander Kolb, bescheinigte er hohe Kompetenz und Einsatzbereitschaft. Mit gegenseitigem Vertrauen, gelebter Verlässlichkeit und offenem Umgang werde dieser schnell eine solide Basis mit den Verbandsangehörigen schaffen. Kampf meldete sich dann beim Bataillon ab, übergab die Truppenfahne an Oberst Nikolaus Bretz, der sie an den neuen Kommandeur Oberstleutnant Alexander Klaus Kolb weiterreichte, womit dieser ganz offiziell in sein Amt eingeführt war. Mit Böllern, Bayernlied und Nationalhymne endete der offizielle Teil, dem sich ein Empfang anschloss. (e)
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