Offene Sozialarbeit in Kümmersbruck
Für Jugendliche da sein

Leonhard Lieret (links) und Streetworker Lutz R. Lang von der Lernberatung Compass sprachen über soziale Jugendarbeit. Bild: e
Vermischtes
Kümmersbruck
02.02.2016
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Das Kümmersbrucker Jugendforum war das geeignete Auditorium, um sich selbst, Werte, Ziele, Zielgruppe und Angebote bei der offenen Sozialarbeit der Gemeinde vorzustellen. Lutz R. Lang und Leonhard Lieret von der Bildungs- und Lernberatung Compass in Amberg gaben im Rathaussaal Einblicke, was soziale Arbeit bedeutet.

Die Gemeinde plant heuer probeweise mit Compass in eine offene Jugendarbeit anzubieten. Lutz Lang, bis dato Schulbegleiter an der Mittelschule, hat lange in Berlin mit Straßenkindern gearbeitet, das könnte er sich auch in Kümmersbruck vorstellen und anbieten, wie er sagte. "Als Streetworker für eine problembelastete junge Zielgruppe sozusagen."

Die Frage war nur: Brauchen wir das in Kümmersbruck überhaupt? Die Antwort des Bürgermeisters Roland Strehl beim Jugendforum war klar. "Den Bedarf haben wir definitiv". "Alles in allem soll das Ziel einer künftigen Sozialarbeit sein, Jugendliche an sozialen Brennpunkten abzuholen, indem ein sinnvolles, attraktives Freizeitangebot angeboten wird", meinte Lutz R. Lang. Die Heranwachsenden sollen dabei die Möglichkeit haben, an unterschiedlichen Workshops teilzunehmen, wie zum Beispiel einer Theater-Arbeitsgruppe. Der Streetworker müssen dabei ein offenes Ohr für die Probleme und Schwierigkeiten der Jugendlichen haben. Da ein Großteil der Zielgruppe die Mittelschule besucht, sei eine enge Zusammenarbeit sinnvoll. Je nach Interessenlage, so die Vorstellung von Compass, können auch Projekte im Bereich Werken/Handwerk/EDV, Internet oder auch im sportlichen Bereich realisiert werden. Geführt werden soll das Projekt von Lutz Lang oder einem gleichwertig qualifizierten Mitarbeiter.

Zielgruppe seien alle jungen Leute zwischen zwölf und 18 Jahren, dazu Eltern oder Vereine. Die Vorteile lägen laut Compass darin, dass Kompetenzen gefördert und Kontakte zu Gleichaltrigen aufgebaut werden. Spaß und Neugier der Teilnehmer sollen geweckt werden. Die Eltern profitieren davon, da sie wüssten, dass ihre Kinder gut aufgehoben sind. Für die Gemeinde läge der Gewinn in der Prävention betreffend Gewalt, Suchtmittel oder Sachbeschädigungen. Die Vereine könnten ihr eigenes Angebot abrunden, die Mitgliederzahl steigern, so die Verantwortlichen.

Das Angebot, in Kümmersbruck einen Streetworker zu installieren, wird noch zu besprechen sein. Möglich wäre ein Einsatz während der Schulzeit von zehn Stunden pro Woche auf Probe bis zum Ende des Jahres. Und zwar im Schulzentrum in Kümmersbruck und an den Bushaltestellen.
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