Ortstermin führt zu Problemstellen
Gemeinde aus Sicht der Senioren

Der Geh- und Radweg im Bereich der Eisdiele wird oft zum Nadelöhr: Wenn hier anstehende Kunden, Radler und Senioren mit Rollator aufeinandertreffen, wird's eng. Bilder: hfz (2)
Vermischtes
Kümmersbruck
08.06.2016
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Wie steht's um die Barrierefreiheit in Kümmersbruck? In welchem Zustand sind die Wege - und wie sieht's mit der Sicherheit aus? Antworten auf Fragen wie diese besorgten sich die Senioren-Vertreter der Gemeinde an Ort und Stelle.

Mit einem kleinen Ortsplan und einer Checkliste waren die Mitglieder des Seniorenbeirats und die Seniorenbeauftragten unterwegs. Eingeladen zu diesem speziellen Ortstermin hatte Bürgermeister Roland Strehl, der die Teilnehmer auch begleitete.

Beim Start am Rathaus hatte Strehl schon die ersten Informationen zur geplanten Erweiterung der dortigen Parkfläche parat. Die Anregung, einen Teil der Stellplätze breiter zu gestalten, so dass Senioren leichter in ihre Pkw ein- und aussteigen können, nahm er gerne auf.

Der nächste Schwerpunkt war der Bereich vor dem AWO-Seniorenheim. "Die Haltestelle des ÖPNV wird einstiegsgerecht verändert", berichtete der Bürgermeister, "so dass vor allem für die Senioren der Ein- und Ausstieg aus dem Bus erleichtert wird." Die Runde bemängelte, dass in der Zeilenstraße, die am Heim vorbeiführt, zu schnell gefahren werde: Viele Verkehrsteilnehmer hielten sich nicht an die hier vorgeschriebene Geschwindigkeitsbegrenzung von 30 km/h. Die Teilnehmer machten verschiedene Vorschläge, wie man diesen temporeduzierten Bereich deutlicher kennzeichnen könnte. Bauamtsleiter Werner Bauriedl, der die Gruppe begleitete, will diese Ideen prüfen.

Das Alter kann körperliche Einschränkungen mit sich bringen: Um das zu verdeutlichen, setzte der Bürgermeister seinen Weg mit einem Rollator fort. Dazu bekam er eine Spezialbrille aufgesetzt, die altersbedingte Augenerkrankungen simuliert. Die dadurch tatsächlich selbst erlebten Einschränkungen der Beweglichkeit und Wahrnehmung beeindruckten Strehl.

Der Weg führte weiter zum Einmündungsbereich Zeilen-/Vilstalstraße: Die Runde sieht ihn als eine große Gefahrenstelle an. Entsprechend lebhaft war die Diskussion. "Es wird Zeit, dass hier eine Lösung gefunden wird", forderte Manfred Sulima, der Vorsitzende des Seniorenbeirats. Die Gemeinde bemühe sich, die Situation für die Passanten zu entschärfen, entgegnete Strehl.

Die Ortsbegehung endete am Parkplatz bei der Raiffeisenbank. Im oberen Bereich soll die öffentliche WC-Anlage errichtet werden. Beim anschließenden Café-Besuch wurden noch weitere Punkte angesprochen. Barbara Hernes, die als Projektleiterin des Seniorenmosaiks die Veranstaltung vorbereitet und begleitet hat, informierte über die Fahrdienstleistungen des öffentlichen Nahverkehrs in Kümmersbruck.
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