Pfarrei Kümmersbruck
Kirche immer eine Baustelle

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Kümmersbruck
10.03.2016
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Die Institution Kirche bleibe immer eine Baustelle, betonte Pfarrer Wolfgang Bauer. In Kümmersbruck arbeiten auf ihr sehr viele Engagierte mit - in verschiedenen Gremien. Das wurde bei einem Nachmittag der Pfarrfamilie deutlich.

Stellvertretend für die 6405 Katholiken der Pfarrei versammelten sich die Repräsentanten des kirchlichen Lebens, musikalisch begleitet von der Gruppe Cababana. Pfarrgemeinderats-Sprecherin Renate Amrhein wertete den Besuch von Bürgermeister Roland Strehl und CSU-Fraktionssprecher Markus Graf als Zeichen dafür, dass die Pfarrei ein Gewicht in der großen Gemeinde Kümmersbruck habe.

Fahrräder für Flüchtlinge


Maria Schönberger, die Sprecherin des Arbeitskreises Flüchtlingshilfe, informierte, dass aktuell 76 Schutzsuchende in Kümmersbruck untergebracht seien. Sie leistet hier Pionierarbeit, unterstützt die Deutschkurse in Theuern und Kümmersbruck. Schönberger lobte die Arbeit der Kinderbetreuung und weitere Integrationsbemühungen. In diesem Zusammenhang fielen auch die Namen Käthe Gerl und Renate Amrhein. Fahrräder für ihre Schützlinge wünschen sich die Ehrenamtlichen. Ihre Arbeit und die Flüchtlinge kennenlernen können Interessierte bei einem Integrations-Nachmittag morgen von 14.30 bis 18 Uhr im Jugendheim in Theuern. Renate Amrhein blickte zurück auf verschiedene Veranstaltungen. Pfarrer Bauer zeigte sich beeindruckt vom Einsatz der rund 150 Ehrenamtlichen.

Mehrkosten bei der Kita


Kirchenpfleger Klaus Pleyer erwähnte, das die Gesamtkosten des Kindergarten-Baus St. Antonius durch ein Plus von 205 000 Euro nun auf 835 000 Euro angewachsen seien - vor allem wegen der Außenanlagen. Der Gemeinde sei man für ein zinsloses Darlehen von 50 000 Euro sehr dankbar. Die dringend erforderliche Sanierung des Kindergartens St. Raphael (46 Jahre in Betrieb) müsse nun auf 2017 verschoben werden.

Bürgermeister Roland Strehl zeigte die Schnittstellen von Pfarrei und Kommune auf, ging auf die Seniorenpolitik und die geplante Neugestaltung des Dorfplatzes ein, die auch das Umfeld der Kirche umfasst. Er bedauerte die Kirchenaustritte, die für die Gesellschaft nicht ohne Folgen bleiben würden.

Die Pastoral- und Seelsorgearbeit fasste Pfarrer Bauer zusammen. Veränderungen in der Gesellschaft machten sich auch beim Kirchenbesuch bemerkbar. Auch Bauer äußerte Bedauern wegen der Kirchenaustritte und dankte der Kommune für die Unterstützung der Kindergärten. Mit Blick auf die bevorstehenden Feiertage meinte er, viele Menschen hätten zu wenig Sehnsucht nach Gott: Diese sollte man wecken. Dazu merkte der Pfarrer an, Ostern sei mehr als Eier und Hasen.
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