Vor dem Umbau des Feuerwehrhauses Kümmersbruck:
Rundum-Info für die Nachbarn

Vermischtes
Kümmersbruck
13.02.2016
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Bevor es losgeht mit dem Umbau des Kümmersbrucker Feuerwehrhauses, sollten alle Anwohner-Fragen geklärt sein: Deshalb hatte Bürgermeister Roland Strehl zu einer Info-Veranstaltung eingeladen.

Keine Herausforderung


"Der Umbau selbst erfordert keine großen Herausforderungen, lässt keine Probleme erwarten", informierte Steininger. Die Anlieger wissen jetzt, dass St. Florian und St. Wolfgang künftig im besten Einvernehmen miteinander leben können - so, wie bisher auch.

Experten geben Auskunft


Es bestand offenbar Aufklärungsbedarf bei den Anwohnern aus der Siedlung: Deshalb hatte Bürgermeister Roland Strehl die Infoveranstaltung einberufen - um mögliche bestehende Vorurteile oder Sorgen aus der Welt zu schaffen. Dazu hatte er Fachleute mitgebracht: neben dem Architekten auch Bauamtsleiter Werner Bauriedl, Hauptamtsleiter Wolfgang Roggenhofer sowie die Kommandanten und Vorsitzenden der Feuerwehr. Auch einige Gemeinderäte waren da.

Markus Leitl, bis vor einem Monat noch Vorsitzender der FFW und damit Verantwortlicher für den Bau, sprach von drei Komponenten, die dabei den Ton angeben: Werkstatt, Lagerraum und Räume für die Jugendausbildung. Der Bürgermeister weiß, warum dieser zusätzliche Platz gebraucht wird: "Die FFW Kümmersbruck hat eine umfangreiche Jugendarbeit, Nachwuchsmangel gibt's bei unseren Wehren nicht. Die Ausbildung braucht Raum."

Das sei die Triebfeder gewesen, das Projekt im Gemeinderat auf den Weg zu bringen. Kosten von rund 300 000 Euro sind dafür vorgesehen: "Es wird nicht mehr verlangt und auch nicht mehr gemacht wie vorgesehen", versicherte Steininger. Interessierte können die Umrisse schon erkennen: Die Ausmaße sind ausgesteckt. Nach vielen Gedankenspielen blieb laut Leitl am Ende nur der Um- und Anbau. Man habe mit der Gemeinde auch nach einem neuen Standort für eine Gesamtfeuerwehr gesucht - dann nämlich hätte es diesen Aufwand nicht gebraucht. Es gebe dafür aber keinen geeigneten Platz.

Eine Folge der GebietsreformMangels geeignetem Standort wird nicht passieren, was Wolfgang Kellner bei der Infoveranstaltung forderte: "Die drei Feuerwehren vereinheitlichen, um eine vernünftige Feuerwehr zu haben." Ein Vorschlag, der ihm prompt Tadel vonseiten der Wehr einbrachte.

Und einen Hinweis von SPD-Fraktionssprecher Manfred Moser, selbst Feuerwehrmitglied: Die drei Kümmersbrucker Wehren seien nicht historisch begründet, sondern Ergebnis der staatlich angeordneten Gebietsreform von 1972. Durch sie gebe es sogar Gemeinden mit zehn Feuerwehren.

So, wie es in Kümmersbruck jetzt ist, mit drei Wehren, wird es noch länger sein: "Es ist nicht absehbar, dass das bald funktioniert", sagte Bürgermeister Roland Strehl zur Fusions-Idee. Die Zuhörer interessierten die Ausmaße und die Nutzung der zusätzlichen Räume. Die Erweiterung werde garantiert nicht in einem Wirtshausbetrieb enden, versicherten die Verantwortlichen. Gabi Pilz hatte nämlich darüber geklagt, "dass im letzten Jahr sehr oft und lang gegrillt wurde". Und die ungehinderte Zufahrt zur Siedlung sei auch nicht möglich gewesen.

Mittwochs ist Jugendübung, danach Unterricht oder Aufenthalt in den Räumen. Lärm-Bedenken wurden entkräftet. Es ist nicht vorgesehen, die Räume für private Zwecke zu vermieten. Fußweg, Parkplatz, Zufahrt und Fernheizleitung - alles wurde ausführlich besprochen.

Zu den Parkplätzen meinte eine Zuhörerin, die Feuerwehrler sollten ihre Autos weiter weg abstellen und zu Fuß gehen. Auch im Einsatz? Das brachte Erheiterung in die Runde. Am Ende war keine ablehnende Haltung festzustellen. (e)
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