Vorstandriege um Markus Leitl tritt ab
Problemloser Wechsel nach 15 Jahren

Markus Leitl (Zweiter von rechts) und Thomas Birner (rechts) übergeben ihren Nachfolgern Christopher Richter (Zweiter von links) und Sebastian Gassner (links) die Vorstandsglocke. Bild: e
Vermischtes
Kümmersbruck
11.01.2016
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Christopher Richter sprach von großen Fußstapfen, in die man trete: Die Kümmersbrucker Feuerwehr hat eine neue Führungsmannschaft. Der Wechsel an der Spitze stand im Mittelpunkt der Jahreshauptversammlung.

Kümmrsbruck. (e) "Die Wehr war nie so stark wie heute", betonte Markus Leitl, der sechs Jahre 2. und neun Jahre 1. Vorsitzender der FFW war. Es sei nun aber nicht der Zeitpunkt, um auf diese 15 Jahre zurückzuschauen - denn "unser Blick ging immer in die Zukunft". Damit sprach er auch für seine Mitstreiter: Thomas Birner (sechs Jahre Schriftführer, neun Jahre 2. Vorsitzender), Andreas Purschke (15 Jahre im Vorstand) und Josef Schmidt (neun Jahre Schriftführer).

"Vorbildliche Arbeit"


"Funktionierend, freundschaftlich" sei sie gewesen, die Zusammenarbeit zwischen Gemeinde und Wehr, unterstrich Bürgermeister Roland Strehl bei der Jahreshauptversammlung. "Nicht nur solide, sondern sogar vorbildliche Arbeit" bescheinigte der scheidenden Führungsriege Ehrenmitglied Richard Gaßner, seit über 13 Jahren mit der Kümmersbrucker Wehr verbandelt. Markus Leitl seikein Lauter, schon gar kein Vorlauter, aber Feuer und Flamme für seine Wehr und deren Leute. Auch Kommandant Alwin Holzner, jetzt Hauptlöschmeister, hat gern und erfolgreich mit der Leitl-Mannschaft zusammengearbeitet. Nachfolger Christopher Richter zollte seinen Respekt in seiner Antrittsrede: "Wir treten jetzt in große Fußstapfen."

In den 15 Jahren unter Führung von Markus Leitl ist die Zahl der Mitglieder von 150 auf fast 450 gestiegen (davon 60 Frauen und 21 Jugendliche). Unter Regie von Leitl, Birner, Purschke und Schmidt sind 2008, 2010 und 2012 drei Umbaumaßnahmen am und im Gerätehaus erledigt worden. Die Organisation des 125-Jährigen der Wehr 2013 mit 110 beteiligen Vereinen, das Gemeindejubiläum 2014, das 125-Jährige der Patenwehr FFW Haselmühl waren weitere Meilensteine. Dass die Führungsriege um Markus Leitl jetzt zurücktreten würde, stand schon seit drei Jahren fest: Der Verein hatte damit genügend Zeit, sich um Nachfolger zu kümmern. Auch diesen Wechsel hat Leitl noch bis ins Letzte organisiert. Er tritt zurück - aber nicht ganz ab: Markus Leitl will sich noch um den Bau des unter seiner Regie geplanten Gerätehauses kümmern.

Kontakte nach Tschechien


Was bei der Versammlung nicht zur Sprache kam, war die ausgezeichnete Verbindung der FFW mit den Kameraden aus der Patenstadt Holysov. Dabei waren Leitls Kontakte und tschechische Sprachkenntnisse als Hauptkommissar der Bundespolizei sehr nützlich. Zu den seit Kurzem wieder aktuellen Meldungen über eine Zusammenlegung der Gemeinde-Wehren betonte Leitl, dafür müssten Standort, Wille aller drei Wehren und Geld vorhanden sein.

Glocke übergeben


Leitl sprach vom "Unternehmen Feuerwehr" mit festen, neuen Strukturen und Zuständigkeiten. Seine (vor-)letzte Tätigkeit als Vorsitzender war an der Wand zu sehen: Seine Vision von der straffen Organisation der FFW Kümmersbruck (seit 1998, vorher FFW Gärmersdorf).

Es lag ihm viel dran, als letzte offizielle Amtshandlung dem neuen Führungsduo Christopher Richter und Sebastian Gassner die symbolisch zur Ruhe mahnende Vorstandsglocke zu übergeben. Leitl hatte diese selbst einst von seinem Vorgänger, dem 2009 verstorbenen Ehrenmitglied Nikolas Rothascher, übernommen (weiterer Bericht folgt).
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