KAB-Ortsverband erkundet Oberlausitz und Dreiländereck
Schätze Ostdeutschlands

In der Kirche des Klosters Marienthal in Ostritz zelebrierte Pfarrer Markus Bruckner mit den Teilnehmern an der KAB-Reise eine Eucharistiefeier. Bild: hfz
Freizeit
Kulmain
02.06.2016
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Dass es in der Oberlausitz in Sachsen und im Dreiländereck Deutschland, Polen und Tschechien viel zu entdecken gibt, war Josef Hofmann schon vorab klar. Daher hatte der Vorsitzende des KAB-Ortsverbandes für die Reise vier Tage angesetzt - gefüllt mit einem Nonstop-Programm.

Gleich nach der Ankunft in Dresden ging es los. Zunächst steuerte die Gruppe die wiedererbaute Frauenkirche mit der größten steinernen Kirchenkuppel nördlich der Alpen an. Wer noch Zeit hatte, bewunderte noch den Zwinger, die Semperoper oder das ehemalige Residenzschloss der sächsischen Kurfürsten und Könige. Nächster Halt war Görlitz, wo die Oberpfälzer ihr Quartier bezogen.

Am nächsten Tag stand mit Breslau in Polen die Kulturhauptstadt Europas 2016 auf dem Programm. Die Stadtführerin dirigierte den Busfahrer zur Jahrhunderthalle, einen Kuppelbau mit einer Spannweite von 65 Metern und heutiges Welterbe der Unesco, sowie zur Dominsel. Die restaurierten, klassischen Häuser der Erzdiözese zu Breslau säumen dort die Hauptstraße und geleiten die Besucher zum 1241 fertiggestellten Dom. Der Rückweg zum Bus führte vorbei am Botanischen Garten. In der Altstadt machte die Stadtführerin auf die Wahrzeichen Breslaus aufmerksam: Rund 300 winzige Bronze-Zwerge, die "Krasnale", gibt es inzwischen. Beeindruckend war auch das Rathaus, unter dem sich der "Schweidnitzer Keller ", eines der ältesten Gasthäuser Europas befindet.

Weiteres Ausflugziel war am folgenden Morgen das 1234 gegründete Kloster Marienthal in Ostritz. Es gilt als das älteste Frauenkloster der Zisterzienserinnen in Deutschland. Die Abtei mit dem weitläufigen Klosterkomplex entstand nach dem großen Brand 1683 im böhmischen Barock. Höhepunkt der Besichtigung war die Eucharistiefeier in der Klosterkirche mit Pfarrer Markus Bruckner.

Anschließend ging es weiter über die Via Sacra nach Zittau. Der dortige Kulturpfad verbindet unter anderem dem Marktplatz mit dem imposanten Rathaus, das siebenstöckige Salzhaus von 1511, barocke Brunnen, das Stadtmuseum im ehemaligen Franziskanerkloster und die Fleischerbastei mit Blumenuhr. Die größten Schätze der Stadt aber sind das "Große Zittauer Fastentuch" von 1472 im Museum "Kirche zum Heiligen Kreuz" sowie das "Kleine Zittauer Fastentuch" von 1573 im Franziskanerkloster, das einzige in Deutschland erhaltene Arma-Christi-Tuch.

Mit der Schmalspurbahn zuckelte die Reisegesellschaft durch die reizvolle Landschaft des Zittauer Gebirges nach Oybin. Der gleichnamige Berg erhebt sich wie ein riesiger Bienenstock über dem Luftkurort. Auf der Rückfahrt nach Görlitz erzählte der Gästeführer die Geschichte des Herrenhuter Sterns, der in der Advents- und Weihnachtszeit viele Wohnungen, Kirchen, soziale Einrichtungen, Straßen, Plätze und Schaufenster schmückte. Bei einem Stopp an der Manufaktur konnte man sehen, dass die Sterne immer noch in Handarbeit gefertigt werden.

Mit gepackten Koffern brach die KAB-Gruppe am Abreisetag zur Europastadt Görlitz auf. Der Ort besticht durch prächtig renovierte Häuser, Baudenkmäler und Plätze. Einzigartig sind die sogenannten Hallenhäuser aus der Zeit der Tuchmacher im Mittelalter. Nach dem Zweiten Weltkrieg geteilt, wurde Görlitz 1998 mit ihrer polnischen Schwesterstadt zur Europastadt Görlitz/Zgorzelec erklärt. Über eine Brücke verbunden, kann man heute an einem Tag eine Stadt und zwei Kulturen kennenlernen.

Nach einem Zwischenstopp in Chemnitz und der "Frankenfarm" bei Himmelkron zur Einkehr wurde die Rückreise nach Kulmain angetreten.
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