"Der neue Tag"-Leser unterstützen Agnes Elsner mit Spende
Leser erfüllen Herzenswunsch

Ein Kettcar besitzt Daniel bereits. Nun bekommt er bald sein langersehntes motorbetriebenes Fahrrad - dank der vielen Leser, die an die Familie spendeten. Bild: ak
Kultur
Kulmain
12.12.2014
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Eigentlich war alles in die Wege geleitet. Die Spenden der Leser sollten offiziell an Agnes Elsner übergeben werden. Weil die Krankheit der Kulmainerin voranschreitet, musste der Termin abgesagt werden. Ein Wunsch erfüllte sich trotzdem.

Die Absage kam telefonisch. "Der Krebs schreitet voran", sagte Agnes Elsner mit bedrückter Stimme. Es läuft einfach nicht bei der 42-Jährigen. Bereits vor neun Jahren diagnostizierten Ärzte bei ihr Brustkrebs. Zwischenzeitlich ging es der Kulmainerin besser. Bis jetzt. Denn nun machen ihr gesundheitliche Rückschläge zu schaffen. Es ist eindeutig: Die Mutter hat es nicht einfach. Ihr Sohn ist von Geburt an Spastiker und stark sehbehindert. Die finanzielle Situation ist verheerend: "Ich lebe am Existenzminimum." Dazu ist Elsner geschieden und nicht in der Lage zu arbeiten. Ihr größter Wunsch war trotz all der Schwierigkeiten: ein motorbetriebenes Fahrrad für ihren Sohn. Die Krankenkasse bewilligte ihren Antrag nicht.

Überwältigt von der Hilfe

Deshalb nahm "Der neue Tag" die Geschichte zum Anlass, um einen Spendenaufruf zu starten. Viele schien die Situation von Elsner zu rühren. Denn der Kulmainer Bürgermeister Günter Kopp, der als Vermittler fungiert, berichtete von 4215 Euro und zwei Kuverts, die bei ihm eingingen. Zudem seien drei Organisationen bereit, der Mutter und dem Sohn zu helfen (siehe Infokasten). Weil der Pressetermin aufgrund des gesundheitlichen Zustands Elsners scheiterte, verfolgten alle Beteiligten den unbürokratischen Weg. Bürgermeister Kopp übergab das Geld der 42-Jährigen in seinem Büro. Elsner war von der Hilfsbereitschaft überwältigt und schrieb an die Redaktion: "Ich bin platt aber total gerührt. Das übertrifft alles, was ich mir vorstellen kann. Mir fehlen auch ein bisschen die Worte, muss ich gestehen. Vielen, vielen Dank." Nun kann Elsner den Wunsch ihres Sohnes erfüllen: ein motorbetriebenes Fahrrad. "Das ist für Daniel das Allerwichtigste und Dringendste", erklärt sich die Kulmainerin.

"Vor allem Vorrang"

Es sei eine Möglichkeit, dass Daniel sich bewegen kann. Denn im Alltag ist der elfjährige Bub lediglich in der Lage, 150 Meter am Stück zu gehen. Das motorbetriebene Fahrrad sieht Elsner als Möglichkeit, ihren Sohn nicht an einen Rollstuhl zu fesseln. Schließlich sagt die Mama liebevoll: "Mein Daniel hat vor allem Vorrang."
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