Stefanie Hopp ist ab 1. September Religionspädagogin in der evangelisch-lutherischen ...
100 Prozent für eine halbe Stelle

Stefanie Hopp ist 28 Jahre alt und hat als neue Religionspädagogin der evangelisch-lutherischen Kirchengemeinde große Ziele. Bild: hia
Kultur
Kulmain
31.08.2016
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Speichersdorf/Kulmain. Stefanie Hopp ist ab 1. September im evangelisch-kirchlichen Dienst. Die 28-Jährige wird als Religionspädagogin auf einer halben Stelle in der evangelisch-lutherischen Kirchengemeinde den Dienst aufnehmen. In einer halben Stelle gibt sie ab 12. September evangelischen Religionsunterricht an der Werner-Porsch-Grund- und Mittelschule und der Grundschule in Kulmain.

Für die evangelischen Christen geht damit ein langegehegter Wunsch in Erfüllung: Die Vakanz einer halbe Stelle und damit die gewünschte Unterstützung in der Gemeindeseelsorge. Unser Mitarbeiter Wolfgang Hübner hat mit Stefanie Hopp über ihre Arbeit und Ziele gesprochen.

Sie sind gebürtige Oberfränkin und evangelische Christin?

Stefanie Hopp: Ja, ich stamme ursprünglich aus Marktredwitz. Hier bin ich mit zwei Geschwistern in einem christlichen Elternhaus aufgewachsen, habe in der Schule den evangelischen Religionsunterricht besucht. Da meine Eltern in der Landeskirchlichen Gemeinschaft aktiv sind, war ich von klein auf beim Kindergottesdienst, in Kinderstunden oder in Jugendgruppen mit dabei.

Die Arbeit als Religionspädagogin wurde Ihnen in die Wiege gelegt?

Direkt in die Wiege wurde mir die Arbeit wohl nicht gelegt. Aber nachdem ich aktiv in einer Gemeinde groß geworden bin, bin ich zunächst in die ehrenamtliche Arbeit, vor allem mit Kindern und Jugendlichen in der evangelischen Kirche, hineingewachsen und habe sie mitgestalten dürfen. Dann war es auch nur noch ein kleiner Schritt bis zum Studium der Religionspädagogik und kirchlichen Bildungsarbeit.

Zuvor aber gab es noch erste tiefere Erfahrungen in Österreich?

Ja, ein kleines Intermezzo und ein erster kurzer Abstecher führte in die Alpenrepublik auf Schloss Klaus. Es war der Gästebetrieb der Bibelschule der Missionsgemeinschaft der Fackelträger. Sie bildet in ihrer Bibelschule zwar aus, entsendet selbst aber keine Missionare. Hier habe ich ein Jahr lang als Freiwillige in unterschiedlichen Bereichen mitgearbeitet. Hier durfte ich mich in verschiedene Arbeitsbereiche hineinknien und hineinschnuppern, vor allem in der Küche, aber auch ins Bauteam. Auch durfte ich zum Beispiel bei der Konfirmandenvorbereitung, die für Freizeit dort waren, mitarbeiten und eine Jungschargruppe begleitet.

Und nach dem Fachabitur?

Da ging es nach Nürnberg an die Evangelische Hochschule zum Studium der Religionspädagogik und kirchlichen Bildungsarbeit. In einer Mischung aus Theologie, Pädagogik und Psychologie wurden mir dort die theoretischen und praktischen Grundlagen für die Arbeit in Gemeinde und Schule nähergebracht.

Erste praktische Erfahrungen in der Gemeindearbeit kamen dann in der Oberpfalz?

Nach dem Abschluss mit dem Bachelor of Education ging es weiter in den Vorbereitungsdienst nach Neumarkt. Dort durfte ich zwei Jahre lang viele Erfahrungen sammeln. An der Grund- und Mittelschule habe ich meine ersten "eigenen" Klassen in evangelischer Religion unterrichtet. Doch vor allem in der Gemeinde waren meine Aufgaben abwechslungsreich. Hauptbestandteil war die Arbeit mit Kindern, Jugendlichen und Konfirmanden, aber auch die Begleitung und Betreuung von jungen Ehrenamtlichen. Dazu kamen noch die Seniorenarbeit und die Notfallseelsorge und viele kleine Projekte. Diese Zeit des intensiven Lernens liegt nun hinter mir und auch die Anstellungsprüfung ist geschafft.

Sie wohnen auch schon in
Speichersdorf?


Ich kann nicht leugnen, dass ich mich in der Oberpfalz wohl gefühlt habe. Aber ich freue mich genauso, dass ich jetzt wieder ins heimische Oberfranken zurückkehren kann. Und ich freue mich schon sehr auf die Begegnungen mit den Menschen hier. Ich mag die Arbeit im Ländlichen, die ja auch viel mit Beziehungsarbeit zu tun hat. Nachdem ich erst ein paar Tage in Speichersdorf wohne, werde ich mir in den nächsten Wochen und Monaten auch Zeit für meine neue Heimatgemeinde nehmen. Dem ersten Eindruck zufolge hat sie viele Vorzüge. Auch möchte ich den Blick in die nächst größere Stadt wie Bayreuth werfen.

Was werden Ihre Tätigkeitsschwerpunkte sein?

Die Arbeit einer Religionspädagogin hat oft sehr viel mit Kindern und Jugendlichen zu tun. Aber man kommt natürlich auch in den Kontakt mit den Eltern, dem Kirchenvorstand, den Senioren. Auf sie freue ich mich genau so sehr. Schwerpunkte, was die Gemeinde angeht, werden erst so richtig in Absprache mit Kirchenvorstand und Dekan festgelegt, wenn ich in meine Arbeit starte.
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