Abwärtstrend gestoppt

Vorsichtig optimistisch blickt die Krieger- und Soldatenkameradschaft in die Zukunft, nachdem die Zahl der Mitglieder nicht weiter abgenommen hat. Zu verdanken ist das auch einer großen Zahl treuer Kameraden: (sitzend von links) Alfred Wolf, Wolfgang Schmidt, Ernst Fleißner, Bernhard Reger, (stehend von links) Kreisvorsitzender Thomas Semba, Manfred Prösl, Norbert Braunreuther, Herbert Thiem, Josef Reindl, Jürgen Bäte, Michael Raß, Hermann Melzner, Ortsvorsitzender Hans Bäte, Thomas Felbinger, Hans Bäte, Di
Lokales
Kulmain
30.04.2015
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Die Trendwende hat die Krieger- und Soldaten- mit Reservistenkameradschaft (KSK) noch nicht geschafft. Aber immerhin ist die Mitgliederzahl im Vorjahr konstant geblieben. Einen ersten Versuch, den Bestand langfristig zu sichern, gab es bereits.

Allerdings habe ein Artikel im Heimatboten der Gemeinde bisher noch kein neues Mitglied gebracht, bedauerte Vorsitzender Hans Bäte in der Jahreshauptversammlung im Heim des Schäferhundevereins. Um trotz Abschaffung der Wehrpflicht weiter zu bestehen, will sich die Kameradschaft mit ihren aktuell 70 Mitgliedern gesellschaftlich breiter aufstellen.

Nach dem Protokoll von Hans Bscherer (KSK) und Reservistenvorsitzendem Manfred Prösl beleuchtete Bäte das Jahresgeschehen. Er erinnerte unter anderem an den Besuch des Jubiläumsfestes der KSK Brand und der Gedenkfeier zur Schlacht um die Festung Monte Casino (Italien). "Während alle teilnehmenden Nationen von Neuseeland, Australien bis USA mit großen Abordnungen, Flaggen und Ausgehuniformen teilnahmen, war die Bundeswehr mit einem kleinen Arbeitskommando in Kampfanzug dabei", kritisierte Bäte.

Verstärkt Schießtraining

Neben weiteren Festbesuchen bei den Nachbarvereinen Kemnath und Neusorg standen ein Kameradschaftstreffen mit Saugrillen, und das Hans-Stahl-Gedächtnisschießen mit Kleinkaliber, an dem auch 2016 wieder teilgenommen wird, im Kalender. "Wir werden unsere Schießübungen intensivieren. Ab Mai wird jeden zweiten Donnerstag auf der Schießanlage Immenreuth geschossen", kündigte Bäte an. Die Kriegsgräbersammlung brachte laut dem Vorsitzenden 1450 Euro ein, ein neuer Sammelrekord. Er rief dazu auf, sich als Sammler zur Verfügung zu stellen. Der Verein gestaltete zudem den Volkstrauertag am Kriegerdenkmal in Kulmain Mitte November mit.

Bei der Siegerehrung der Kreismeisterschaft im KK-Schießen landete die KSK auf einem Mittelfeldplatz. Mit dem Besuch der Versammlungen des Nachbarvereins Kemnath, der Kreisversammlung im April 2015 in Waldeck schloss das Vereinsjahr ab. Zwar verzeichnete Bäte im Berichtszeitraum zwei Neuaufnahmen, darunter Bürgermeister Günter Kopp, jedoch mussten die Kameraden von Alfred Völkl und Bernhard Fiolka für immer Abschied nehmen. Abschließend wies er auf die derzeit in Neustadt/Kulm von Georg Miedl zusammengestellte Ausstellung über die letzten Kriegstage in der Stadt hin. Dabei werden auch von der U.S. Army freigegebene Originalaufnahmen vom Angriff am 19. April 1945 gezeigt.

"Frieden geht uns alle an"

"Frieden geht uns alle an. Drum ist der Erhalt der KSK für die Gesellschaft wichtig", betonte Bürgermeister Günter Kopp. Die Reservisten träten für Frieden, Freiheit und Würde des Menschen ein und wirkten mit der Gleichgültigkeit und dem Vergessen entgegen. Er dankte dem Verein für die Teilnahme am Bürgerfest, Ferienprogramm und Volkstrauertag.
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