Aktion statt Feier: Kulmains Bürgerinitiative protestiert auch am ersten Gründungstag
Wache Trassengegner

Lokales
Kulmain
06.02.2015
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Seit einem Jahr kämpfen drei Bürgerinitiativen (BIs) in der Region gegen die Gleichstromtrasse. Kulmains Trassengegner nutzen den ersten Geburtstag ihrer Initiative - natürlich - für eine Aktion gegen die Trasse. Über 80 Teilnehmer er trafen sich am Mittwoch zur Mahnwache am Gerätehaus. "Wir wollen ein Zeichen setzen, dass das Feuer nach Ende des Energiedialogs brennt", erklärte Sprecher Markus König.

Er erinnerte an die BI-Arbeit im vergangenen Jahr, an Gespräche mit Bundestagsabgeordnetem Albert Rupprecht, dessen Landtagskollegen Tobias Reiß und Landrat Wolfgang Lippert. Sie hätten Unterstützung zugesagt. Er hoffe, dass die anderen Mandatsträger ihre passive Haltung aufgeben, wenn in Berlin die Entscheidung zum Trassenbau ansteht. "Sie sollen die Belange ihrer Heimat vertreten und sich den Lobbyinteressen entgegenstellen", forderte König. Den Trassenbefürwortern warf König vor, den Gegnern Schuldgefühle einreden zu wollen.

König betonte, dass den Bürgerinitiativen die Energiesicherheit nicht egal sei. Sie geben vielmehr den Anstoß, über andere Möglichkeiten der Energieversorgung nachzudenken und dabei der Innovationskraft von Forschung und Industrie Möglichkeiten zu eröffnen. Nach Königs Worten zeichne sich immer mehr ab, "dass es auch ohne zusätzliche Trassen geht". Deshalb werde der Widerstand nicht enden, solange die Gleichstromleitungen nicht aus dem Bundesbedarfsplan verschwinden. Die Bürgerinitiative gehe davon aus, dass es eine schnelle Entscheidung nicht geben wird. Sicher sei, dass in Bayern die Lichter ohne Trasse nicht ausgehen. "Deutschland wird von Strom überschwemmt." Deshalb sei die nicht grundlastfähige Windkraft unnötig. Diese Einsicht habe nichts mit einer bayerischen Perspektive zu tun, sie gelte global.
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