Alle zwei Jahre Firmung

Lokales
Kulmain
27.04.2015
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Es war das erste Mal, dass die Pfarreien Kulmain und Immenreuth gemeinsam Firmung feierten. Weil die Zahl der Firmlinge sinkt, findet das Fest beider Pfarreien künftig alle zwei Jahre statt, abwechselnd in Kulmain oder Immenreuth.

Insgesamt 66 junge Christen aus den Pfarreien Kulmain und Immenreuth empfingen am Freitag in der Pfarrkirche Mariä Himmelfahrt das Sakrament der Firmung. Im Auftrag von Bischof Rudolf Voderholzer kam dazu Domdekan Prälat Anton Wilhelm nach Kulmain.

Wilhelm rief in der Predigt dazu auf, im Glauben zusammenzustehen und gemeinsam Gott zu erleben. Die Firmlinge ermunterte der Prälat, den Kontakt zu Gott auch nach der Firmung zu halten. Dabei bat er nicht nur die Jugendlichen, sondern auch die Paten, Eltern und Familien zusammen christliche Werte zu pflegen und gemeinsam für die Mitmenschen, Gott und die Kirche einzutreten. Daraus könne ein begeisterndes Gemeinschaftserlebnis entstehen, fast so wie beim 6:1-Sieg des FC Bayern München am Mittwoch, fügte Wilhelm mit einem kleinen Augenzwinkern hinzu.

Dreifarbige Fahne

Er entrollte anschließend, wie die Sportfans das in den Stadien auch tun, eine kleine bunte Fahne. Diese befestigte er am Ambo und erzählte, dass er vor einiger Zeit in einer Schneiderei diese kleine Fahne in den Farben Rot, Grün und Blau nähen ließ. Die Schneiderin gestand, dass sie trotz intensivem Googeln nicht herausfinden konnte, wofür diese Fahne stehe. "Und so hielt ich in der Schneiderei für die Schneiderin und die Kunden eine kleine Predigt über die Bedeutung dieser Fahne", sagte Wilhelm schmunzelnd.

Rot stehe für die Liebe, Grün für Hoffnung und mit Blau sei der Glaube gemeint. Nach der Predigt spendete der Prälat, assistiert von Pfarrer Markus Bruckner und Pfarrvikar Jacob 66 jungen Christen das Sakrament der Firmung. Firmlinge und Paten wirkten bei den Kyrierufen und den Fürbitten aktiv am Gottesdienst mit. Konzelebranten beim Festgottesdienst waren Ortspfarrer Markus Bruckner, Pfarrvikar Pater Jacob und der ehemalige Pfarrvikar Peter Amevor.

Am Schluss des Gottesdienstes bedankte sich Pfarrer Markus Bruckner im Namen der beiden Pfarreien bei Prälat Wilhelm für seinen Besuch. Sein Dank galt unter anderem den Mesnerinnen, dem Kirchenchor und den Ministranten. Ebenso gingen Dankesworte an die Paten für die Übernahme dieses Amtes, gleichzeitig verbunden mit der Bitte, den jungen Christen an der Schwelle zum Erwachsenwerden im Glauben ein Vorbild zu sein und Hilfestellung zu geben. Das Anliegen und die Hoffnung aller Verantwortlichen im Bistum und in den Pfarreien ist jetzt, dass die jungen Christen auch über den Tag ihrer Firmung hinaus aktiv am Pfarreileben teilnehmen.

Erinnerungsfoto mit Prälat

Die Firmfeier gestaltete der Kirchenchor Kulmain unter der Leitung von Volker Brandl musikalisch. Nach dem Gottesdienst hatten alle Gläubigen die Möglichkeit zu einem kurzen Gespräch oder einem Erinnerungsfoto mit Domdekan Prälat Anton Wilhelm. Noch während seines Aufenthalts in Kulmain bekam er von Bischof Voderholzer per Telefon die Information, dass Papst Franziskus den Spiritual des Priesterseminars St. Wolfgang, Monsignore Josef Graf, zum neuen Weihbischof im Bistum Regensburg ernannt hat.
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