Betreuung mit Vorbildcharakter

Bei der Feierstunde beleuchtete Bürgermeister Günter Kopp (vorne, rechts) die 40-jährige Geschichte des Kindergartens. Bild: ak
Lokales
Kulmain
12.05.2015
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Den Kinderschuhen ist der kommunale Kindergarten schon längst entwachsen. Seit 40 Jahren hat er Generationen von Mädchen und Buben geprägt. Zum Jubiläum mobilisierte das Kinderhaus Mobile aber auch die Erwachsenen.

Mit einer Feierstunde erinnerten sich die Gäste am Samstag an vier Jahrzehnte Dienst an den jungen Bürgern und ihrer Eltern. Dazu konnten sie sich bei einem Tag der offenen Tür über die Betreuungsmöglichkeiten im Kinderhaus und in der -krippe informieren.

Bei strahlender Frühlingssonne hieß Bürgermeister Günter Kopp Besucher, Eltern und Bedienstete auf dem Kindergartengelände willkommen. Sein besonderer Gruß galt den Initiatoren des damaligen Förderkreises Hertha Moller, Albert Gößner und Günter Zwick. "Auf Initiative des damals gegründeten Förderkreises wurde in den 1970er Jahren diese Kinderbetreuungseinrichtung mit Vorbildcharakter geschaffen." Nach 40 Jahren sei der Kindergarten aus der Infrastruktur der Gemeinde nicht mehr wegzudenken, betonte das Gemeindeoberhaupt.

Start mit zwei Gruppen

Kopp erinnerte an die Entscheidung des damaligen Gemeinderates unter Federführung des verstorbenen Altbürgermeisters und Ehrenbürgers, Martin Haßmann, und den Neubau auf dem der Pfarrpfründestiftung gehörenden Grundstück. Ende 1974 habe die ganztägige Kindertagesstätte mit zwei Gruppen den Betrieb aufgenommen und zwei Dienstkräften in Appartements Wohnmöglichkeiten geboten.

Zunächst sei den Mädchen und Buben Mittagessen und -schlaf ermöglicht worden. Da aber die Belegung nachmittags sank, erfolgte ein Jahr später die Beschränkung der Öffnungszeit auf 13 Uhr, erklärte der Rathauschef. Anni Schupfner und Rita Wegmann seien die beiden Kinderpflegerinnen der ersten Stunde gewesen. Vor allem die - durch die Eingemeindungen der aufgelösten Kommunen Oberwappenöst, Zinst und Lenau und den Babyboom - gestiegenen Kinderzahlen erforderten 1981 die Öffnung einer dritten Vormittagsgruppe. 1996 erfolgte wegen der erneut gestiegenen Belegung der Umbau der Appartements in einen vierten Gruppenraum. Drei Jahre später reichten wieder drei Kindergartengruppen, wobei die Öffnungszeiten variabel bis 14 und ab 2003 bis 15 Uhr ausgedehnt wurden. Zudem ist das Mindestalter der aufgenommenen Kinder auf zweieinhalb Jahre gesunken.

Sanierung mit Fördermitteln

2009 nutzte die Gemeinde die neu eingeführten staatlichen Förderprogramme zur energetischen und kompletten Sanierung der Einrichtung mit Gesamtkosten von rund 750 000 Euro. Zudem ließ die Kommune im Kellergeschoss Räume für eine zweigruppige Kinderkrippe für je zwölf Kleinkinder ab einem Alter von einem Jahr einbauen und erweitern. Ab Herbst soll eine zweite Gruppe ihren Dienst aufnehmen. Derzeit werden die Elefantengruppe mit Kosten von 13 000 Euro und die Krippenräume (3200 Euro) der neuen Gruppe mit neuem Mobilar ausgestattet. Die Öffnungszeiten sind aktuell von 7.30 bis 16.30 Uhr.

Die Zusammenarbeit zwischen der Vorschule des Kindergarten und der Grundschule klappt laut Kopp reibungslos. Der Bürgermeister dankte allen Bediensteten und Hausmeister Ludwig Bayer für ihre Arbeit und Diensttreue sowie den Mitarbeitern des Bauhofes für deren Einsatz auf dem Gelände.

Bei beginnendem Regen lud der Elternbeirat um Vorsitzende Anja Clement anschließend zu Kaffee und Kuchen sowie kühlen Getränken in die Kindergartenräume ein. Dort erkannten sich viele ehemalige Kindergartenkinder auf den Bildern der Fotoausstellung zu vier Jahrzehnten Kindergarten wieder und schwelgten bei Gesprächen in Erinnerungen.
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