Bürgerinitiativen gegen Stromtrassen erwarten Entscheidung bei der Koalitionsrunde
Am Dienstag wird's ernst

Die Bürgerinitiativen im Gespräch mit der Politik (von links): Kulmains Bürgermeister Günter Kopp, Dietmar Scherer (BI Kulmain), die Abgeordneten Tobias Reiß und Albert Rupprecht, Markus König (BI Kulmain), Martin Wittmann (BI Steinwald) und Andrea Lang. Bild: bkr
Lokales
Kulmain
23.02.2015
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Die Bürgerinitiativen (BI) gegen die Stromtrasse fiebern dem Dienstagabend entgegen. Beim Koalitionsgespräch in Berlin könnte eine erste Entscheidung zum Ausbau der Stromtrassen nach Bayern fallen. Es könnte ein Schlüsseltermin sein, betonte auch Bundestagsabgeordneter Albert Rupprecht beim Arbeitsgespräch am Freitag mit den Bürgerinitiativen Kulmain und Steinwald.

In der Wahlkreiszentrale der CSU in Weiden besprachen die Trassengegner mit Rupprecht und Landtagsabgeordnetem Tobias Reiß den künftigen Kurs. Reiß berichtete aus dem Wirtschaftsarbeitskreis der Staatsregierung. Positiv bewerteten alle den Energiedialog. Anfängliche Befürchtungen, für eine Alibi-Veranstaltung missbraucht zu werden, haben sich nicht bestätigt, sagte Markus König von der BI Kulmain. Zwar brachte der Dialog keine konkrete Aussage über Bedarf und Verlauf der Trassen. "Aber das hat auch niemand erwartet. Diese Entscheidungen fallen nicht in München, sondern in Berlin", so Kulmains Bürgermeister Günter Kopp.

Der Energiedialog habe die Position der Bürgerinitiativen gestärkt, erklärte Rupprecht. Die Veranstaltung habe in Berlin Diskussionen angestoßen. Mit dem Ausbau der Gleichstromtrassen solle eine Plattform für den Handel mit Atomstrom quer durch Deutschland geschaffen werden. Die Aktivisten setzen weiter auf eine "dezentrale Energiewende".

Die beiden Bürgerinitiativen fordern, frühzeitig über den Beginn der zweiten Konsultation zum Netzentwicklungsplan 2014 unterrichtet zu werden. Die rechtzeitige Einbindung solle die Voraussetzung schaffen, die Bürger rechtzeitig und ausreichend informieren zu können. Sie müssten die Möglichkeit haben, Stellung zu den Plänen zu nehmen.
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