"Daddy" brennt

Die Schnelleinsatzgruppe der Kemnather Rotkreuzbereitschaft hatte zur Versorgung der Verletzten eine Sammelstelle auf dem Speckermühlplatz eingerichtet. Bild: ak
Lokales
Kulmain
23.05.2015
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Das ehemalige Wirtshaus "Daddy" stand in Flammen. Um 21.30 Uhr ertönte die Meldung aus den Funkgeräten: "Gebäudebrand - Menschenleben in Gefahr".

Mit dieser Vorgabe eilten die vier Feuerwehren der Kommune bei der Brandbekämpfungsübung zur Ortsmitte. Mit Blaulicht trafen aus Lenau, Oberwappenöst und Zinst sieben Einsatzfahrzeugen ein. Parallel hatte die Einsatzzentrale das BRK Kemnath mit der Schnellen Einsatzgruppe und den Helfer vor Ort Immenreuth alarmiert.

Neben der sofortigen Verkehrsabsicherung auf der durch den Ort führenden Staatsstraße 2665 begann ein Atemschutztrupp umgehend mit der Personensuche in dem mit Spezialnebel völlig "verrauchten" Gebäude. Weitere Atemschutzträger standen als Sicherungstrupp bereit, zeitgleich leuchteten Wehrmännern die Einsatzstelle aus.

Die in kurzer Folge eintreffenden Wehren hatten neben der Unterstützung der Verkehrsregelung und der Brandbekämpfung zunächst die Aufgabe, von dem in der Ortsmitte gelegenen Schirnitzbach eine Löschwasserleitung aufzubauen. Hierzu musste der Bach angestaut werden.

Die vermissten Personen retteten die Einsatzkräfte mittels Fluchthauben aus dem Gebäude. Um sie kümmerten sich außerhalb des Gefahrenbereichs die BRK-Teams. Die Schnelleinsatzgruppe hatte dazu auf dem Speckermühlplatz eine Verletztensammelstelle eingerichtet.

In der anschließenden Manöverkritik zeigte sich Bürgermeister Günter Kopp beeindruckt von der Leistung der Feuerwehren und des BRK. Wie Kommandant Ernst Braunreuther dankte er allen für die Teilnahme und wünschte sich, dass die sehr gute Zusammenarbeit fortgesetzt wird. Kreisbrandinspektor Otto Braunreuther zeigte sich ebenfalls mit den Leistungen der Einsatzkräfte sehr zufrieden. Bei einem Ernstfall wäre die Straße aus Sicherheitsgründen komplett zu sperren. Auch wären zusätzliche Feuerwehren aus den Nachbargemeinden alarmiert worden, allerdings nicht unbedingt alle aus dem Gemeindebereich. Der Taktische Leiter des BRK, Harald König, sicherte zu, auch für zukünftige Übungen bereitzustehen.
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