Der Kampf geht weiter

Lokales
Kulmain
20.11.2014
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Die Bürgerinitiativen gegen die geplante Gleichstrompassage geben nicht nach. Zwar soll die Trasse nicht mehr durch den Steinwald laufen, die BI-Sprecher schenken diesen Aussagen keinen Glauben - sie wollen noch lauter protestieren.

Skeptisch gibt sich die Bürgerinitiative gegen die Stromtrasse. Sie bleibt bei ihrer Behauptung, dass die die Gleichstrompassage Süd-Ost (jetzt Korridor D) in erster Linie dem europäischen Stromhandel dienen soll. Auch wenn Korridor D im zweiten Entwurf des Netzentwicklungsplan nach Westen rückt, gebe es keinen Anlass zur Entwarnung. Beim Bürgerdialog im Feuerwehrhaus betonten die Verantwortlichen, dass die Entscheidung längst noch nicht gefallen sei. Die Sprecher der BI berichteten, dass Wirtschaftsministerin Ilse Aigner ihnen erklärt habe, dass die Entscheidung über den Trassenverlauf in drei Monaten auf politischer Ebene falle.

BI-Sprecher Dietmar Scherer warnte, dass die Trasse leicht in den Steinwald zurückwandern könnte. Er liest aus dem Entwurf des Netzentwicklungsplans heraus, dass die Leitung vor allem dem europäischen Stromhandel dienen soll. Im Text heiße es, dass unter anderem der "verstärkte grenzüberschreitende Stromhandel" die Leitung nötig mache.

Scherer informierte auch über die Mitarbeit der BI beim Energiedialog der Bayerischen Regierung und weitere Aktionen. Er forderte auf, weiter am Energiedialog teilzunehmen. Die Zeit werde knapp: bis Montag, 24. November könne man sich äußern, Mustervordrucke gebe es auf der Homepage der Gemeinde Kulmain und über die E-Mail-Adresse kulmainsagtnein@gmx.de. Scherer lud auch zur Mitarbeit in einer der vier Arbeitsgruppen der "Energie Plattform" des Wirtschaftsministeriums (www.energie-innovativ.de/nc/energiedialog/) ein.

Außerdem wiederholte Scherer die Vorwürfe der BI: Nur wirtschaftliche Gründe stünden hinter den Trassenplänen. Laut Ralf Wittmann gebe es andere Lösungen für die Versorgung, doch Lobbyisten würden diesen entgegenstehen. "Experten halten es für möglich, ohne Veränderung der Landschaft durch Ertüchtigung der bestehenden Infrastruktur das Ziel zu erreichen." Außen vor blieben auch Speichermöglichkeiten, die den Trassenbau überflüssig machten. Als wichtigen Termin nannte die Versammlung Dienstag, 9. Dezember. Professor Christian von Hirschhausen von der TU Berlin kommt dann nach Creußen. Die BI will dort Flagge zeigen.
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