Düngeplan einhalten

Ely Eibisch. Bild: ak
Lokales
Kulmain
14.03.2015
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Weniger Ackerflächen, geänderte Düngeverordnungen und eine neue Versicherung für Jagdgenossenschaften. Ely Eibisch informierte in Kulmain über die aktuelle Situation in der Landwirtschaft.

Nach den Vorgaben der EU-Agrarkommission sollen sieben Prozent der Ackerflächen stillgelegt werden. Durch die ökologischen Vorrangflächen (ÖVF) besteht jedoch die Möglichkeit über Anbauarten wie Zwischenfrüchte und Leguminosen den Verlust zu minimieren und mit einer EU-Förderung zu koppeln.

Einen Bericht zur aktuellen Situation in der Landwirtschaft gab der Kreisobmann des Bayerischen Bauernverbandes Ely Eibisch bei einer Infoveranstaltung zusammen mit dem Amt für Ernährung. Landwirtschaft und Forsten im Haus des Gastes. Die Düngeverordnung sei überarbeitet worden. Nach der Hauptfrucht-Ernte dürfe bis 31. Januar kein Wirtschaftsdünger aufgebracht werden. Ausgenommen sind Raps-, Zwischen- und Feldfruchtflächen bis 15. September. Auch Flächen, auf denen bis 1. Oktober Wintergerste gesät wurde, darf vorher mit Gülle gedüngt werden. Das Ausfahren von Gülle und die anschließende Ansaat von Roggen, Weizen und Triticale sei verboten. Eine Planung für die Düngung mit Gülle sei dringend erforderlich. Von 1. November bis 31. Januar sind jetzt Düngungen von Grünland verboten. Dabei zählt mehrjähriges Ackerfutter auch als Grünland. Für Festmist gilt ein Verbotszeitraum vom 15. November bis zum 21. Januar. Die Verschiebung um vier Wochen ist weiterhin möglich. Im Herbst darf nicht mehr als 60 Kilogramm Gesamtstickstoff oder 30 Kilogramm Ammoniumstickstoff pro Hektar ausgebracht werden.

Eine Neuerung gibt es nach Eibisch für Jagdgenossenschaften. Die Allianzversicherung bietet zusammen mit dem Bayerischen Jagdverband (BJV) eine Wildschadenversicherung an. Voraussetzung ist, dass mindestens 50 Prozent aller Jagdgenossenschaften einen Versicherungsvertrag abschließen. Demnach müssen rund 6000 der 12 000 bayerischen Jagdreviere mitmachen. Sollten 50 Prozent dabei sein, wird der Jahresbeitrag rund 600 Euro betragen.

Abgesichert sind Wildschäden ohne Selbstbehalt bis 10 000 Euro pro Jahr. Die Jagdgenossen und Pächter müssen den Schätzer bezahlen. Ein Probezeitraum von drei Jahren ist wahrscheinlich. Ausgeglichen werden Schäden durch Schwarz- und Schalenwild. Verbissschäden sind nicht beinhaltet. Der Nutzungsausfall ist im Versicherungsumfang drin. Die Teilnahme muss durch den Jagdvorstand oder Revierinhaber bis Ende März dem BJV gemeldet werden.
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