Für Kameraden kaum Angebote

Lokales
Kulmain
05.05.2015
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Nicht nur der Wegfall der Wehrpflicht macht den Reservistenkameradschaften (RK) das Leben schwer. Hinzu kommt noch die Umstrukturierung der Bundeswehr, die sie in ihren Aktivitäten einschränkt.

Dadurch sei das Angebot für die Reservistenverbände stark begrenzt gewesen, bedauerte RK-Vorsitzender Manfred Prösl in der Jahreshauptversammlung der Krieger- und Soldatenkameradschaft (KSK). "Dazu musste man weite Wege auf sich nehmen." Ebenso kritisierte er, dass die Veranstaltungsinhalte stark auf die körperliche Leistungsfähigkeit ausgerichtet und auf zwei Tage verteilt gewesen seien. Die Teilnahme sei dadurch nicht jedem Mitglied möglich gewesen, zumal der Altersdurchschnitt im Gesamtverein derzeit 53,1 Jahre betrage.

Prösl hofft auf ein reichhaltigeres Veranstaltungsangebot nach der kompletten Aufstellung des Artilleriebataillons in Weiden. In diesem Zusammenhang wies er auf das Kursangebot in Bayreuth und den Bezirkswettkampf der Reservistenkameradschaft Immenreuth hin. Auch nimmt der Verein am 11. Juni an der Kreismeisterschaft in Neusorg mit je einer Pistolen- und einer Gewehrmannschaft teil. Für körperbehinderte Mitglieder steht ein Schießtisch zur Verfügung.

In seinem Rechenschaftsbericht erinnerte er an die Mitarbeit des Vereins beim Bürgerfest und die Gratulationscour zum 70. Geburtstag von KSK-Chef Hans Bäte. Abordnungen waren beim Fronleichnamszug und der Totenehrung dabei.

Trompeter statt Kapelle

Für den verhinderten Kassier Günter Bäte trug Prösl den Finanzbericht vor. Die Kasse weise ein kleines Plus auf, was die Revisoren Helmut Kotlar und Josef Scherm bestätigten. Bäte ließ mitteilen, dass ab 2015 vier Euro an den Landesverband als Jahresbeitrag abgeführt werden müssen. Zudem bemerkte er an, dass die Kosten bei der Beerdigung von Mitgliedern bis zu 200 Euro betragen. Probleme gebe es verstärkt bei der Suche nach einer Musikkapelle, die immer rarer werden. Bei Wegsegnungen werde deshalb künftig ein Trompeter den "alten Kameraden" spielen. Kreisvorsitzender Thomas Semba lud zur Teilnahme am Sommerbiathlon der KSK Immenreuth am 16. Mai nach Ahornberg mit einer Crosslaufstrecke von 5,5 Kilometern ein. Am 4. und 5. Juli feiert die KSK Kirchenlaibach 125-jähriges Bestehen. Dazu ist das Kreistreffen geplant. Als Vertreter des Bayerischen Soldatenbundes 1874 wird Präsident Oberst a. D. Richard Drexl als Festredner erwartet. Zur aktuellen Situation in der Rüstungsproblematik forderte Semba alle Verantwortlichen auf, Fehlentwicklungen anzuprangern und sich der Verantwortungslosigkeit im Beschaffungsbereich entgegenzustellen. Zudem müsse die oft fehlende Loyalität in der Befehlskette von oben nach unten abgestellt werden. "Das KSK-Vereinsziel muss es sein, der Jugend das zu vermitteln, für was wir stehen", erklärte Semba abschließend.
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