Gartenbesitzer im "Kreuzverhör"

Lokales
Kulmain
30.06.2015
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In Fuhrmannsreuth war der Tag der offenen Gartentür eine Veranstaltung der kurzen Wege. Gleich drei Familien gewährten am Sonntag im Brander Gemeindeteil Einlass in ihr blühendes Reich. Für einen Besucheransturm sorgten aber auch die Gärten in Wernersreuth und Kulmain.

(rgb/luk/ak) Über mangelndes Interesse konnten sich die Gartenbesitzer nicht beklagen, zumal auch das Wetter mitspielte. Rund 2000 Gäste zählte alleine Karl Philipp. Bis aus Bamberg, Hof und Amberg seien sie gekommen, berichtet der Wernersreuther. "Die ersten waren schon um 9.15 Uhr da." - eine Dreiviertelstunde vor dem offiziellen Beginn.

200 Rosensorten

Gut neun Stunden lang führte er Gruppen durch sein 2000 Quadratmeter großes Anwesen. Riesig war vor allem das Interesse an seinen etwa 200 Rosen. Dabei erklärte er den Gartenfreunden die Pflanzung, Behandlung und Pflege. Noch nicht viel sagen konnte Philipp ihnen über eine Rose, die er von seiner Tochter geschenkt bekommen hat. Mit Hilfe des Experten Franz Wänninger aus Altenstadt bei Neustadt/WN will er sie bestimmen lassen. "Über 100 Leute" hätten ihn gebeten, sie zu informieren, sobald er Näheres wisse.

Ähnlich gefragte Gesprächspartner waren die Kulmainer Josef und Erika Schiffner. Ungewöhnliche Gestaltungsideen und ein besonderes Flair strahlten der Natur und Hausgarten aus. Vor allem die selbst hergestellten keramischen Kleinkunstwerke, die von üppigem Gartengrün und Blütenpracht eingerahmt werden, fanden viele Bewunderer. Zahlreiche Blütenfarbtupfer begleiteten sie auf einem Rundweg durch den mit viel Fantasie angelegten und mit tönernen Figuren ergänzten Wohngarten.

Auch ein Blick über den Gartenzaun oder über die Hundertwassermauer hinein in das Schiffner-Anwesen gehörte für viele Gäste dazu. Wasservögel, Katzen oder die Bremer Stadtmusikanten beobachteten aus Stauden und Blumenarrangements heraus die Besucher, die so manche Idee mit nach Hause nahmen.

Gut beraten waren in Fuhrmannsreuth all jene, die sich zu Fuß auf den Weg gemacht hatten, denn Parkplätze waren Mangelware. Ingeborg Härdtl im Schulweg hat ein altes Bauernhaus vorbildlich renoviert, das der umgebende Garten ins rechte Licht rückt. Der zum Gebäude führende Weg ist mit Granitpflaster versehen, vor dem Haus lädt eine Bank zum Verweilen ein. Härdtl, deren inzwischen verstorbener Mann Landschaftsarchitekt war, legt Wert auf einen pflegeleichten Garten, entsprechend wurde die Bepflanzung gewählt. Die Besucher bewunderten eine Vielzahl der Blumenarten, die vom Zierlauch bis zu Rosen aller Art reicht. Zwischen den Blumenrabatten finden sich kleinere Rasenflächen.

Wie eine Parkanlage

Die Familie Hars im Gregnitzweg präsentierte ein weitläufiges, an einen Park erinnerndes Gelände. Umrahmt von mehreren Gebäuden und bewohnt von drei Generationen der Familie, konzentriert sich das Augenmerk auf einen Schwimmteich. Komplettiert wird das Ganze durch einen Sitzplatz mit Pavillon. Neben vielen Sträuchern wie Buchs und Rhododendren gibt es auch einen Rosengarten, der ein ganz besonderes Flair vermittelt.

Immer wieder stößt der Betrachter auf Zierornamente. Im Gegensatz dazu steht die Wiese mit Obstbäumen und Beerensträuchern. Angela und Klaus Hars haben viel mit Naturstein gearbeitet, sei es bei der Hangbefestigung, Pflasterung oder Trockenmauer. Gerne kosteten die Besucher das frische Brot aus dem Backofen.

Ebenfalls im Gregnitzweg haben Brigitte und Raimund Hofmann ihr Zuhause. Ihr Vorgarten ist begrenzt durch eine Hainbuchenhecke. Wiederum eine Hecke aus Blütensträuchern grenzt das Grundstück zur Straße hin ab. Zwei Sitzgruppen luden auch hier die Besucher zum Ausruhen ein. Ins Auge fiel ihnen vor allem der Gartenteich, den eine Holzterrasse umrahmt.
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