Gesungene Sehnsucht nach Gott

Die 27 Sänger um Chorleiterin Andrea Kick (rechts) bewiesen beim Jubiläumskonzert, dass das Ensemble zu recht den Namen "Just for Joy" trägt. Zwischen die Lieder streute Pastoralreferent Alfred Kick (vorne links) Gebetstexte ein. Bild: ak
Lokales
Kulmain
15.10.2014
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Der Chorname ist Programm: Seit 15 Jahren singen die "Just for Joy"-Mitglieder "aus reiner Freude". Ihre Begeisterung wirkt ansteckend auf die Zuhörer, was auch für die Besucher in der Dreifaltigkeitskirche auf dem Armesberg galt.

Ein wohlklingendes Geburtstagsgeschenk machte der Gospelchor dem begeisterten Publikum und sich selbst. Die inzwischen 15 Jahre währende Wertschätzung bewiesen dem Ensemble rund 150 Zuhörer beim eineinhalbstündigen Jubiläumskonzert in der Dreifaltigkeitskirche.

Die Freude am gemeinsamen Gesang klang beim Auftritt der 27-köpfigen Gruppe mit. Mit einem Potpourri aus Popsongs, Gospel- und geistlichen Liedern gestaltete "Just for Joy" ("Aus reiner Freude") sein festliches Jubiläumskonzert, das unter der Überschrift "Alles beginnt mit der Sehnsucht" stand. Mit von Pastoralreferent Alfred Kick vorgetragenen liturgischen Gebetstexten entstand ein musikalisches Abendgebet besonderer Prägung.

Gospel aus Afrika

Zu Beginn zogen die Chormitglieder mit dem afrikanischen Gospel "Humba Majea jea" von drei Seiten in die voll besetzte Wallfahrtskirche ein. Nach dem amerikanischen "Here we are" eröffnete Kick den Lobpreis an Gott und erbat dessen Schutz unter dem Zeichen des Kreuzes. Dazu stimmte "Just for Joy" das Lied "Kreuzzeichen" an und lobte Gott mit dem Gospel "Sing to the Lord".

"Sehnsucht ist inneres liebendes Verlangen und seelischer Hunger", verdeutlichte Kick. Den gesanglichen Bezug dazu stellte der 1999 vom ehemaligen Wirbenzer Pfarrer Matthias Vogt gegründete Chor vielstimmig mit den Gospels "I've got a Feeling - Put your hand" her.

"Bei der Gründung des Chores waren Sehnsüchte im Spiel, und sind es noch heute", erklärte Chorleiterin Andrea Kick. Die gemeinsame Sehnsucht nach Musik, Gesang, das Gefühl der Zusammengehörigkeit und Gott in den gesungenen Texten zu erleben und näher zu kommen, sei der gemeinsame Antrieb. Dazu komme der Wunsch, Mitmenschen Musik zu schenken und ihnen einen neuen Zugang zum Glauben zu vermitteln.

Vom Zusammenhalt erzählten die amerikanischen Spirituals "Many Gifts, one Spirit - Let us stand". Vom Gefühl, nicht allein zu sein, erzählte "Lean on me - You raise me up". Die Liedvorträge begleiteten fünf Musiker instrumental. Nach "Heilig, heilig, heilig" übernahmen vier Chormitglieder die Lesung.

Freude schenken

"Euer Liedprogramm heißt ,Just for Joy'; es beinhaltet Freude schenken und ins Herz singen, die frohe Botschaft im Gesang zu vermitteln und Gott näher zu den Menschen zu bringen", erklärte Alfred Kick nach dem Johannes-Evangelium. In über 200 Auftritten und über 500 Proben habe der Chor den Menschen Freude bereitet und Gottes Botschaft verkündet.

Nach dem "Glorify the Lord" trugen Chormitglieder Fürbitten vor und leiteten zum gesungenen "Vater unser" über. Bei "Shalom" gaben sich die Besucher den Friedensgruß. Den Schlussgedanken des Pastoralreferents, "Trauen wir Gott - sagen wir ja zur Hoffnung", setzte "Just for Joy" mit "Shine your Light" im Schein von Kerzen musikalisch um. Stehend stimmten die Besucher in "O happy Day" ein, bei dem Udo Reger als Solist brillierte.

Andrea Kick hob in ihrem Schlusswort den großen Zusammenhalt des Chores, der fast 150 Lieder in seinem Repertoire hat, hervor. "Es geht uns nicht um Perfektion, sondern um Begeisterung. Nach anhaltendem Beifall beendete "Just for Joy" mit den Zugaben "Adiemus" und "Shosholoza" sein außergewöhnliches Jubiläumskonzert. Nach dem Auszug verabschiedete sich der Chor vor dem Hauptportal singend von seinen Gästen.
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