Heiß auf schnellere Ausbildung

Otto Braunreuther. Bild: ak
Lokales
Kulmain
14.03.2015
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Bei einem Einsatz zählt für die Brandschützer jede Sekunde - bei der Ausbildung nach Ansicht der Jugendlichen ebenfalls. Sie sei zu schleppend, kritisierten sie in der Jahreshauptversammlung.

Kreisbrandmeister Alfred Vogel hatte zur neuen modularen Truppmannausbildung, die bereits in der Jugendarbeit angewandt wird, um Rückmeldungen und Verbesserungsvorschläge gebeten. Die Feuerwehrjugend befürchtet, dass aufgrund der langen Dauer so mancher die Lust an der Truppmannausbildung verliert. Sie wünscht sich daher eine Straffung, die Vogel zusagte. Er erklärte, dass die modulare Ausbildung erst ab diesem Jahr möglich und die Verzögerung dem Übergangszeitraum geschuldet sei. Der Nachwuchs bemängelte zudem das allgemeine Engagement in der Wehr bei Übungen und Arbeitseinsätzen.

22 Einträge weniger als im Vorjahr wies der Bericht von Kommandant Ernst Braunreuther auf: 45 Mal seien die Aktiven ausgerückt. Dazu zählten drei Brandeinsätze, 18 technische Hilfeleistungen, vier Sicherheitswachen und 20 sonstige Hilfsdienste. Die Wehr hielt sich mit elf Übungen fit. Tobias Schroll absolvierte den Gerätewartlehrgang und übernahm dieses Amt.

Die Führung war bei vier Kommandantenbesprechungen auf Kreisbrandmeisterebene, Frühjahrs- und Herbstversammlung für Kommandanten sowie zwei Besprechungen auf Gemeindeebene dabei. In die aktive Wehr rückten Alexander Schroll und Marcel Braunreuther auf. Der Kommandant bat um Rückmeldung zur Schulung im Bereich Digitalfunk. Eine besondere Hilfe bei Brandeinsätzen sei die neue Wärmebildkamera. Braunreuther dankte allen für die gute Zusammenarbeit und der Gemeinde für die Anschaffungen. 2015 sollen verstärkt Leistungsprüfungen absolviert werden.

Acht Feuerwehranwärter bilden laut Jugendwart Michael Raß die Nachwuchstruppe, Kevin Kopp und Michael Nußstein junior seien neu dazugekommen. 2015 sei das Ablegen der Jugendleistungsspange geplant.

Atemschutzwart Daniel Scharf berichtete von 14 Atemschutzträgern, wobei für drei Kameraden die G26-Zulassung abgelaufen sei. Der Nachwuchs werde diese Lücke schließen. Die Aktiven absolvierten drei Mal die Atemschutzstrecke und wurden in die Handhabung der Wärmebildkamera sowie Gerätschaften eingewiesen. 2014 war die Gruppe einmal bei einem Zimmerbrandeinsatz im Einsatz.

Intern fanden die jährliche Pflichteinweisung sowie Atemschutzübungen und eine weitere Geräteeinweisung statt. Diese sind auch 2015 geplant, ebenso der Besuch der Atemschutzstrecke. Am eifrigsten beteiligte sich Thomas Braunreuther an den Übungen.

Kreisbrandinspektor Otto Braunreuther berichtete von einem relativ ruhigen Einsatzjahr im Landkreis mit 419 Einsätzen und 553 beteiligten Ortswehren. Er wies darauf hin, dass bei einer Alarmierung nur das angeforderte Fahrzeug ausrücken sollte. Weitere Fahrzeuge dürfen nur nach Weisung des Kommandanten fahren. Er forderte die Aktiven auf, bei einer Alarmierung auch zur Nachtzeit zum Gerätehaus zu eilen. Für den neuen Digitalfunk laufe die Ausbildung an.

Gerätewart Tobias Schroll wünschte sich, dass alle Maschinisten mindestens einmal pro Quartal mit dem Einsatzfahrzeug üben. Den Vorschlag von Daniel Scharf, die Mitgliederwerbung zu verstärken, griff Kreisbrandinspektor Otto Braunreuther auf. Er schlug vor, dies mit der Eröffnung der Brandschutzwoche in Kulmain zu verbinden.

Verwaltungsaufwand riesig

Harsche Kritik übte Vorsitzender Michael König an den gesetzlichen Vorgaben zur Verhinderung des sexuellen Missbrauchs Jugendlicher für in der Jugendarbeit tätige Vereine. Das Abwälzen der Verantwortung auf den Vorstand sei nicht tragbar, die vom Jugendamt gewünschte Vorgehensweise mit riesigem Verwaltungsaufwand verbunden. Der Nutzen sei mehr als fraglich.

König wies auf ein Problem bei Beerdigungen hin. Musiker seien nur mehr schwer zu bekommen und deren Einsatz teuer. Daher sollte nach neuen Musikern gesucht werden.
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