Kulmainer und Fichtelberger Damen-Spielgemeinschaft an der Tabellenspitze
Notlösung unerwartet erfolgreich

Uwe Herrmann. Bild: ak
Lokales
Kulmain
03.02.2015
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Der SV Kulmain und den TSV Fichtelberg hatten ein gemeinsames Problem: zu wenig Fußballerinnen. Die Lösung fanden beide Seiten in einer Spielgemeinschaft. Dass die Entscheidung richtig war, zeigt sich derzeit auch am Tabellenstand.

Mannschaftsbetreuerin Saskia Schobert berichtete bei der SV-Jahreshauptversammlung von den Vorgesprächen zwischen zweiter SV-Vorsitzenden Steffi Kreutzer, Spielleiter Thomas Schmidt, dem bisherigen Trainer Danny Prechtl sowie TSV-Trainer Uwe Herrmann für die Saison 2014/15. Sie entschieden, die Mannschaft im Spielbezirk Oberfranken anzumelden, den Trainings- und Spielbetrieb hauptsächlich in Kulmain zu belassen.

Alle im Einsatz

Die sportliche Situation belegt, dass die richtigen Entscheidungen getroffen wurden. Punktgleich mit der SG ATG Tröstau/ASV Wunsiedel teilt sich das neu gebildete Team die Herbstmeisterschaft. Laut Trainer Uwe Hermann kamen alle 24 Spielerinnen zum Einsatz. Kein Partie musste mit weniger als den möglichen 15 Aktiven angetreten werden. Auch der Trainingsbesuch mit jeweils 12 bis 18 Spielerinnen war erfreulich.

Nach einer bewusst langen Vorbereitungs- und Einspielzeit mit einem 2:0-Sieg gegen Neusorg, einem 0:0 gegen SC Eschenbach und einem 2:1-Sieg beim TSV Arzberg/Röthenbach folgten im DFB-Pokal 2:1-Erfolge über den TSV Thurnau und den TSV Engelmannsreuth. Alle besiegten Gegner waren laut Hermann höherklassig. Erst gegen den favorisierten und mit Bezirks- und Bezirksoberligaspielerinnen besetzten TSV 08 Kulmbach kam vor dem Finale im Bezirkspokal mit der 2:3-Niederlage das unglückliche Pokalaus.

In der Meisterschaft der Kreisklasse Ost belege die SG Kulmain/Fichtelberg ungeschlagen mit sechs Siegen und zwei Unentschieden den ersten Platz zusammen mit der SG Tröstau/Wunsiedel. Dabei sei das Torverhältnis mit 33:2 Treffern herausragend, betonte der Trainer. Die Torschützenliste führt Carmen Neumann mit neun Treffern an, gefolgt von Sabrina Scherle und Johanna Wöhrl (jeweils fünf), Sophie König (vier), Selina Felder und Anna-Lena Schmidt (beide drei). Je einmal waren Nadine Kellner, Dani Bergmann und Torfrau Laura Rösch erfolgreich.

In der Qualifikation zur Bezirksmeisterschaft im Dezember in der Sporthalle Neudrossenfeld scheiterte man bereits in der Gruppenphase. Unter Mithilfe der Spielerinnen der SG Fichtelberg/Mehlmeisel und den SV-Damen veranstalteten die SG in Weidenberg zwei Qualifikationsturniere zur Bezirksmeisterschaft, an denen Anfang Januar mehrere Bayern- und Landesligamannschaften teilnahmen. Mit Eigenmitteln und Sponsoring schaffen sich die 30 Damen einheitliche Oberteile an.

Die Verantwortlichen dankten dem SV Kulmain, TSV Fichtelberg und TSV Mehlmeisel für die Unterstützung und Nutzung der Spielplätze, Hallen und Einrichtungen. Ein besonderer Dank galt Steffi Kreutzer für die organisatorische Unterstützung sowie den Platzwarten. Abschließend bemerkte Herrmann, dass am "Unterbau" durch Wiedergründung einer Juniorinnenmannschaft gearbeitet werden müsse, um langfristig Damenfußball anbieten zu können.
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