Mit Fortschritt Schritt halten

Auf diesen Moment haben die Gemeindeverwaltung und Projektleiter Michael Langer (rechts) rund fünf Jahre hingearbeitet: Telekom-Vertreter Christoph Bernik und Bürgermeister Günter Kopp (von links) unterzeichneten den Vertrag zum Breitbandausbau in der Kommune. Bild: ak
Lokales
Kulmain
09.05.2015
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Die Telekom erhält den Zuschlag zum Ausbau des Breitbandnetzes in der Kommune. Rund 1300 Haushalte werden ab Anfang 2016 über schnelles Internet mit einer Übertragungsrate von bis zu 50 Megabit/Sekunde verfügen.

Am Mittwochnachmittag unterzeichneten Bürgermeister Günter Kopp und Christoph Bernik vom Infrastrukturvertrieb Süd der Telekom aus Nürnberg den Kooperationsvertrag zum Breitbandausbau in den drei Erschließungsgebieten. "Mit dem Ausbau des schnellen Internets erfüllt sich ein langgehegter Wunsch der Gemeinde, um mit dem technischen Fortschritt mithalten zu können. Breitband ist ein wichtiger Standortfaktor", erklärte das Gemeindeoberhaupt.

Bernik dankte der Kommune für das entgegengebrachte Vertrauen. "Wir freuen uns darauf, das Projekt zügig anzugehen. Viele Menschen und auch Betriebe werden davon profitieren."

Bereits seit 2010 befasste sich das Rathaus mit dem Ausbau des Breitbandnetzes und holte Angebote und Informationen zur öffentlichen Förderung ein. Mit Einrichtung des Breitbandportals des Freistaates startete die Verwaltung, unterstützt von Projektleiter Michael Langer vom Breitbandzentrum Bayern, mit dem Förderverfahren durch.

Nach der Vereinfachung des schwierigen und langwierigen Förderverfahrens gelang der frühzeitige Einstieg in das Antragsprozedere. Nach der Prüfung der Angebote und Zustimmung durch die Bundesnetzagentur und dem Breitbandzentrum Bayern erteilte der Gemeinderat im Frühjahr den Auftrag an den wirtschaftlichsten Bieter. Am 23. April übergab Finanzminister Markus Söder den Förderbescheid im Heimatministerium in Nürnberg an Kulmains Bürgermeister.

Die von der Telekom ausgewiesene Wirtschaftlichkeitslücke beträgt 783 929 Euro. Nach Abzug des 90-prozentigen Zuschusses des Freistaates in Höhe von 700 536 Euro verbleibt für die Gemeinde ein Eigenanteil von 78 393 Euro.

Feinplanung läuft

Zum zeitlichen Ablauf erklärte Hernik, dass die Feinplanung für den Ausbau bereits läuft und ab August mit den notwendigen Tiefbaumaßnahmen und dem Technikausbau gerechnet werden kann. Es werden 10,1 Kilometer Leerrohre verlegt, über 26 Kilometer Glasfaserkabel in das vorhandene und neu gebaute Leerrohrnetz eingezogen und 17 neue Multifunktionsgehäuse an den Kabelverzweigerkästen gebaut. Letztere werden mit der neuesten Outdoor-MSAN-Technik ausgerüstet und an das IP-Backbone-System der Telekom-Infrastruktur angeschlossen. Die Inbetriebnahme ist binnen neun Monaten vertraglich vereinbart.

Alle Anschlussnehmer in Oberbruck, Lenau, Kulmain, Zinst, Altensteinreuth, Oberwappenöst, Wunschenberg und Witzlasreuth werden dann mit Übertragungsraten von 30 und bis zu 50 Megabit pro Sekunde versorgt. Auch die restlichen Ortschaften werden je nach Nähe zum Verteilerknoten vom deutlich schnelleren Internet profitieren.
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