Mit Freibier auf Männerfang

Hildegard Schroll stellte dem Gemeinderat ihren Bericht über die Seniorenarbeit vor. Bürgermeister Günter Kopp (links) dankte ihr für die Arbeit. Bild: bkr
Lokales
Kulmain
14.11.2014
2
0

Über mangelnde Resonanz bei den Veranstaltungen kann Hildegard Scholl in der Regel nicht klagen. Auch bei ihrem Hutzaabend jeden zweiten Montag in Monat ist das Sportheim voll - allerdings nur mit Frauen.

Da hilft auch kein Griff in die Trickkiste. "Ich hab schon Freibier versprochen. Nutzt nichts", bedauerte Schroll. Die Seniorenbeauftragte legte dem Gemeinderat ihren ersten Tätigkeitsbericht vor. Seit zwei Jahren ist sie im Amt.

"Wir schätzen uns glücklich, sie zu haben", schickte Bürgermeister Günter Kopp den Ausführungen voraus. Schroll listete einen Katalog von Besprechungen und Veranstaltungen auch außerhalb der Gemeinde auf. Dazu gehörten die monatlichen Seniorenfahrten zum Sibyllenbad, Benefizlauf, Maiandachten, Informationen zu Baxi, Steuerpflicht für Senioren, das Projekt Nachbarschaftshilfe und das seniorenpolitische Gesamtkonzept.

Sehr gute Resonanz fand nach ihren Worten die Oma-Opa-Enkel-Fahrt. Zu einem Renner entwickelte sich der Hutzaabend im Sportheim. Zwischenzeitlich verwandelte er sich zu einem Kartennachmittag, berichtete die Seniorenbeauftragte. In "panische Angst" versetzt die Kartenleidenschaft seiner Mutter Gemeinderat Albert Sollfrank. Er befürchtet: "Sie verkartet noch Haus und Hof." Sein und das von Kopp ausgesprochene Dankeschön an Hildegard Schroll sprach allen aus dem Herzen.

Zu ihrer Aufgabe hat sie sich auch gemacht, über Vorsorgevollmachten aufzuklären. Diese Informationen seien nicht nur für Senioren, sondern für alle ab 18 Jahren wichtig. Schroll besucht die Bewohner im Altenheim, organisiert für sie Fahrten, besucht Geburtstage und fährt Senioren zum Einkaufen oder zum Arzt. "Die alten Leute sind sehr dankbar", sagte sie bei ihrem kleinen Einblick. Bislang bestritt Schroll die Fahrkosten aus eigener Tasche. Das will der Gemeinderat ändern. Ein Fahrkostenzuschuss soll die Belastung abfedern.

Werbung für das Projekt Baxi machen, damit es nicht einschläft, bat Sybille Bayer (SPD). Im westlichen Landkreis werde das Angebot weniger angenommen.
Weitere Beiträge zu den Themen: November 2014 (8194)
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.