Mittler in Grenzfällen

Max Müller bleibt Obmann (Dritter von links), Andreas Schultes sein Stellvertreter bei den Feldgeschworenen, zu denen auch Josef Popp und Alois Wörl (von links) gehören. Bürgermeister Günter Kopp dankte den "Siebenern" für einen Einsatz. Bild: hfz
Lokales
Kulmain
21.11.2014
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Feldgeschworene gibt es seit dem 13. Jahrhundert. Trotz inzwischen moderner Technik sind sie für Vermessungsbehörden unentbehrliche Ansprechpartner und Helfer bei der Abmarkung von Grundstücken. Nicht nur deshalb könnte es in der Gemeinde mehr von ihnen geben.

An ihrer Spitze steht weiter Max Müller. Die "Siebener" der Kommune hatten ihn als Obmann bestätigt. Sein Stellvertreter für weitere sechs Jahre ist Andreas Schultes.

Max Müller gab einen kurzen Rückblick über das Jahresgeschehen. Neben der Vermessung der Gemeindeverbindungsstraße Kulmain-Lenau seien noch 16 weitere Termine wahrgenommen worden. Der neue Erdbohrer sei aufgrund vorhandener Erdkabel nur sporadisch zum Einsatz gekommen. Die Bereitstellung von Vermessungsmaterialien durch den Bauhof funktioniere einwandfrei. Keinerlei Probleme gab es zudem bei der Wahrnehmung der Vermessungstermine. Die Verständigung und das benötigte Informationsmaterial habe die Gemeindeverwaltung fristgerecht zur Verfügung gestellt, erklärte der Obmann.

Er berichte zudem von der Informationsveranstaltung des Vermessungsamtes in Wiesau, bei dem es unter anderem um die Grenzstein-Sicherung ging. Hiernach sind Grenzsteine zeitnah nach Bauende wieder zu setzen und nicht erst nach Jahren, da sonst die Sicherungspunkte meist nicht mehr vorhanden sind. Ferner müssen beide Eheleute bei Gütergemeinschaft das Vermessungsprotokoll unterzeichnen. Schiefstehende Grenzsteine dürfen von Feldgeschworenen aufgerichtet werden, wenn die Neigung maximal vier Zentimeter beträgt. Alles was darüber hinaus geht, ist über das Vermessungsamt zu erledigen.

In der Aussprache ging es um den Bedarf von Vermessungsmaterialien, Dienstreisen-Entschädigung und Haftungsschäden. Das jährliche Treffen wird zukünftig im November stattfinden.

Bürgermeister Günter Kopp regte an, Ausschau nach zusätzlichen Feldgeschworenen zu halten, um die bestehende Mannschaft zu vergrößern und für Entlastung zu sorgen.
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